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Das Jahr beginnt mit höheren Kosten in Fost

Um die Löcher in den Haushalten der Kommunen zu stopfen, drehen Forst und Döbern notgedrungen an der Gebührenschraube. Auch für Energie und Dienstleistungen müssen die Bürger ab 1. Januar tiefer in die Tasche greifen. Die RUNDSCHAU zeigt, was alles teurer wird. Von Bodo Baumert

Bibliothek: Ab sofort ist die Ausleihe in der Forster Stadtbibliothek nicht mehr kostenlos. Bei Einzug per Lastschriftverfahren werden jährlich zwölf Euro fällig, bei Barzahlung fünfzehn. Für Kinder und Jugendliche bleibt die Nutzung kostenlos. Für die Einmalausleihe sind 2,50 Euro fällig. Dagegen ist die Nutzung des Internets nun kostenlos. Hundesteuer: Sowohl in Forst als auch in Döbern wird die Hundesteuer angehoben. Für den Ersthund werden in Forst statt 49,20 Euro nun 66 Euro pro Jahr fällig. Für den zweiten Hund steigt der Betrag auf 78 Euro, für alle weiteren auf 90 Euro jährlich. Für unwiderlegbare gefährliche Hunde wird weiterhin der Sondersatz von 613,20 Euro pro Jahr erhoben. In Döbern gelten ebenfalls höherer Sätze: 30 Euro für den ersten Hund, 60 Euro für den zweiten, 90 Euro für jeden weiteren Hund.

Verwaltungsgebühren: Wer in der Amtsverwaltung in Döbern oder Hornow eine schriftliche Auskunft, Genehmigung oder Bescheinigung braucht, muss ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Für Kopien etwa werden künftig 20 Cent statt bisher 10 Cent fällig. Melderegisterauskünfte kosten künftig zwischen 13 und 17 Euro pro Person. Eine Erlaubnis zum Abbrennen von Lager- oder Traditionsfeuern schlägt mit 30 Euro zu Buche. Die Erteilung einer Hausnummer kostet künftig 15 Euro. Forst hatte diesen Schritt bereits im Vorjahr vollzogen.

Strom/Gas: Zahlreiche Anbieter haben zum Jahreswechsel Erhöhungen angekündigt. In Forst scheint dies aber noch kein Thema zu sein. „Unsere Kunden können den Jahreswechsel mit der Gewissheit verbringen, dass bei den Stadtwerken Forst sowohl für Strom wie für Gas im ersten Quartal des neuen Jahres keine Veränderungen anstehen“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Gäbler.

Taxifahren: Wer in Spree-Neiße ein Taxi ruft, muss seit Sonntag mehr bezahlen. Der Grundpreis beispielsweise ist von 2 auf 2,50 Euro gestiegen. An Sonn-und Feiertagen gilt ein neuer Grundpreis von 3 Euro. Dafür entfällt der entsprechende Sonntagszuschlag. Bei der Abrechnung der gefahrenen Kilometer gelten künftig zwei unterschiedliche Tarife. Zwischen 6 Uhr und 22 Uhr zahlen Fahrgäste 1,60 Euro, in den Nachtstunden 1,70 Euro. Je Warteminute müssen Kunden 35 Cent bezahlen. Ein neuer Zuschlag gilt künftig für die Beförderung durch ein Großraumtaxi ab dem fünften Fahrgast. Dies kostet drei Euro. Eine zusätzliche Anfahrtsgebühr schlägt mit fünf Euro zu Buche

Wasser/Abwasser: Die neue Gebührenkalkulation für Döbern-Land wird erst in den kommenden Monaten entstehen. Peter Drobig, Geschäftsführer der Trinkwasser GmbH, hatte angekündigt, dass er beim Trinkwasser und bei der zentralen Entsorgung von stabilen Gebühren ausgeht. Für den Bereich der Bio-Kläranlagen sei das Ziel, die Gebühren zu senken.

Abfall: Die Gebührenkalkulation beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises gilt 2012 unverändert. Die Kalkulation für 2013/14 soll in diesem Jahr aufgestellt werden.