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Das Interesse an der Natur wird geweckt

Horst Jäkel erhielt von Henrik Schuhr (rechts) das kleine Präsent – ein Schokowappen.
Horst Jäkel erhielt von Henrik Schuhr (rechts) das kleine Präsent – ein Schokowappen. FOTO: Margit Jahn/mjn1
Forst. Bei herrlichstem Muttertagswetter sind die Sieger des Fotowettbewerbs vom Heimatverein Forst-Nord während der Finissage der Sonderausstellung "Pförten und die Tierwelt des Grafen von Brühl" geehrt worden. Wilfried Britze vom Heimatverein eröffnete die Veranstaltung mit einer kleinen Ausführung rund um das Thema Flora und Fauna zu Zeiten des Grafen von Brühl. mjn1

"Der Fürst", so Britze, "hatte schon damals viel für Waldpflege übrig". Die liebevoll aufgebaute Ausstellung mit vielen Bildern oder alten Dokumenten hat viele Besucher nach Sacro gelockt. "Unsere Region ist durch die Kohleförderung im Umbruch", sagte Britze.

Gemeinsam mit Alf Pommerenke von der Waldschule Kleinsee der Oberförsterei Cottbus wurde diese Sonderausstellung in das Heimatmuseum gebracht und gab einen Überblick zu Flora und Fauna in der Lausitz. Ein circa 15 Jahre alter präparierter Wolf stand inmitten des Raumes des Heimatmuseums zur Anschauung parat, und nicht wenige Zuschauer staunten über die Größe des Tieres. Fragen der Gäste zur Ausstellung beantwortet Alf Pommerenke in seiner Funktion als Waldpädagoge und Revierförster noch vor der offiziellen Eröffnung ausgiebig.

Am Fotowettbewerb "Die heimische Tier-und Pflanzenwelt" hatten sich nur drei Teilnehmer mit ihren besten Aufnahmen von Insekten, Pflanzen oder größeren Tieren teilgenommen. Auf einer großen Schauwand waren die Fotoarbeiten ausgestellt. Horst Jäkel belegte mit seinen Winterlingen unter Eis dabei den ersten Platz, Angelika Bentke mit ihren Insekten auf Pflanzen den zweiten Platz und Joachim Gottschalk auch mit Pflanzenfotografie den dritten Platz.

Während Angelika Bentke sich selbst noch als Einsteiger sieht, zählt Horst Jäkel zu den anerkannten Naturfotografen der Region. Er arbeitete er schon öfter mit dem Heimatverein zusammen. Henrik Schuhr, Leiter der Unteren Naturschutz-, Jagd- und Fischereibehörde übernahm die Auswertung und Auszeichnung des Wettbewerbes und er gab bekannt, dass die ausgewählten Fotos in einem Kalender des Landkreises in einer limitierten Auflage von 150 Stück veröffentlicht werden. Das Einverständnis dazu gaben die Fotografen.

"Die Natur macht, was sie selber möchte, wenn man sie lässt", sagte Schuhr. Es plädierte dafür, die Kinder so oft wie möglich vom Computer in die Natur zu entführen. Besonders herzlich bedankte sich der Heimatverein anschließend bei Alf Pommerenke, ohne den diese anspruchsvolle Ausstellung nicht möglich gewesen wäre und der auch gerade in Sachen Kinder-und Jugendarbeit hervorragende Arbeit leistet.