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| 16:43 Uhr

Ärztliche Versorgung
Cottbuser Chefarzt leitet künftig auch Forster Urologie

Dr. Bernd Hoschke ist der neue Chefarzt der Urologie. Zusammen mit  Dr. . Andreas Jänisch und der Cottbuser Orthopädie-Chefärztin Dr. Cornelia Schmidt  sowie Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt verabschiedete er Dr. Torsten Schüler (von links).
Dr. Bernd Hoschke ist der neue Chefarzt der Urologie. Zusammen mit Dr. . Andreas Jänisch und der Cottbuser Orthopädie-Chefärztin Dr. Cornelia Schmidt  sowie Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt verabschiedete er Dr. Torsten Schüler (von links). FOTO: Lausitz Klinik Forst 2018
Forst/Cottbus/Spremberg. Dr. Schüler konzentriert sich auf Arztpraxis in Cottbus. CTK und Lausitz Klinik knüpfen urologischen Verbund. Von Steffi Ludwig

Ab 1. April werden die Urologie-Abteilungen des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums (CTK) und der Forster Lausitz Klinik den gleichen Chefarzt haben: Dr. Bernd Hoschke. Der bisherige Forster Urologie-Chefarzt Dr. Torsten Schüler will sich auf seine urologische Praxis in Cottbus konzentrieren, in er seit 2015 parallel arbeitet, sagt Schüler auf Nachfrage. Sein Cottbuser Praxis-Kollege Wolf-Dieter Pusinelli gehe jetzt mit 74 Jahren in den Ruhestand. Schüler leitet die Praxis nun allein, erhofft sich aber trotzdem etwas mehr Zeit für sich und die Familie. Die sei in den vergangenen Jahren oft zu kurz gekommen.

Torsten Schüler war deshalb am Mittwoch feierlich in Forst verabschiedet worden, „nach 24 Jahren andauernder guter Arbeit als Chefarzt der Klinik für Urologie in Forst“, sagte Hans-Ulrich Schmidt, Geschäftsführer der Lausitz Klinik. Schüler hatte die Urologie am Forster Krankenhaus aufgebaut und zu einer funktionierenden Klinik mit Beckenbodenzentrum aufgebaut. Bis 2014 war Schüler auch Ärztlicher Direktor gewesen und habe wesentliche Anteile an der Eingliederung der Lausitz Klinik in die Klinikgruppe Ernst von Bergmann gehabt. Bis Ende Juni werde er jedoch noch ambulant im Lausitz MVZ in Forst arbeiten, so Schüler.

Von seiner Doppelfunktion würden künftig beide Häuser profitieren, sagte Bernd Hoschke. Denn es könne so ein regional abgestimmtes Konzept beider Kliniken aufgebaut werden, das für die Lausitzer Bevölkerung ein noch attraktiveres Angebot bei urologischen Erkrankungen anbieten könne. „Denn wir wollen, dass die Patienten in der Lausitz bleiben und nicht nach Dresden oder Berlin ausweichen“, ergänzt Torsten Schüler, den mit Hoschke ein langjähriges kameradschaftliches Verhältnis verbindet.

Diese Verbund-Idee habe es schon länger gegeben, bestätigt Hans-Ulrich Schmidt. Durch eine gemeinsame Leitung könne beispielsweise der Personalpool der Fachärzte vergrößert werden, was unter anderem einen schnellen Ersatz bei Krankheit oder Ähnlichem biete. Zudem könne so jeder Standort Spezialisierungen herausarbeiten sowie jeweils auf das Wissen des anderen zurückgreifen. „Es geht nicht in erster Linie darum, Kosten zu sparen, sondern Vorteile für die Patienten herauszuarbeiten“, stellt der Geschäftsführer klar.

Es sei eine besondere Form der Kooperation, die versucht werden solle – und habe nichts damit zu tun, dass die Lausitz Klinik ihre Eigenständigkeit verlieren solle. „Im Gegenteil, die Übernahme durch die Klinikgruppe Ernst von Bergmann hat sich für die Forster Klinik gelohnt, wir haben solide Ergebnisse im Bereich der schwarzen Zahlen“, so Schmidt.

Die starke Verbindung nach Potsdam und der Zugriff auf die dortigen Strukturen habe schon in einigen Bereichen geholfen, wie beispielsweise nach dem tragischen Tod des Forster Radiologen Dr. Uwe Spalteholz im November 2017. Sofort konnte über die Bergmann-Gruppe personell ausgeholfen werden, sodass es fast keine Ausfälle für die Patienten gegeben habe. Auch im Bereich der Plastischen Chirurgie gebe es mit Dr. Mojtaba Ghods einen Chefarzt, der zugleich die Standorte in Potsdam und Bad Belzig leite.

Zudem arbeiten die Forster Lausitz Klinik und die Spremberger Krankenhausgesellschaft gerade an einer Kooperation: So soll die in Forst etablierte Geriatrie auch im bisher in diesem Bereich unterversorgten Spremberg angeboten werden. Ende des Jahres könnte der Start erfolgen, so Schmidt. Eine psychiatrische Tagesklinik aus Spremberg werde sich in Forst einmieten. Im Sommer soll mit dem Umbau von Räumen begonnen werden.