Bereits am ersten Tag ist die neu eingerichtete Coronavirus-Screening-Stelle an der Lausitz Klinik Forst stark in Anspruch genommen worden. „Wir haben von 30 Patienten Proben genommen, die Ergebnisse stehen aber bislang noch aus“, sagt Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt.

Die Screening-Stelle ist in einer separaten Gebäudeeinheit untergebracht und wird von speziell geschulten und ausgebildeten Mitarbeitern betrieben. „Die Kollegen arbeiten dort unter Vollschutz“, so Schmidt. Die Stelle soll auch am Wochenende geöffnet bleiben.

Für eine Untersuchung muss ein begründeter Anfangsverdacht vorliegen. Die Basis dafür sei ein Fragebogen, auf dem unter anderem erfasst wird, welche Symptome der Betroffene zeigt oder ob er aus einem Risikogebiet kommt.

„Die Patienten werden entweder durch den Hausarzt oder durch das Gesundheitsamt zu uns geschickt“, erklärt Schmidt. Vereinzelt seien auch schon Patienten aus eigenem Antrieb gekommen. Bei ihnen werde ebenfalls gründlich geprüft, ob eine entsprechende Indikation vorliege.

Eingang über Extra-Zugang

Die Screening-Stelle soll zunächst zeitlich befristet arbeiten. Sie befindet sich in einem separaten Gebäude am Krankenhaus mit einem extra Zugang über die Frankfurter Straße 84. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 9 Uhr bis 11 Uhr. Im Verdachtsfall werden Forster gebeten, sich zunächst telefonisch an den zuständigen Hausarzt oder das jeweilige Gesundheitsamt zu wenden. Erst im begründeten Verdachtsfall sollte die Abklärungsstelle unter Telefon 03562/985 475 kontaktiert werden.

Schmidt lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Gesundheitsamt und dem Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum, vor allem aber seine Mitarbeiter. Diese würden sehr engagiert die Mehrbelastung bewältigen. Ob Ärzte, Schwestern, Pflegepersonal oder die Technik-Abteilung. Alle würden dafür sorgen, dass die Arbeit ruhig und geordnet vonstatten gehe.

In der Forster Stadtverwaltung hat in der vergangenen Woche eine eigens gebildete Koordinierungsstelle ihre Arbeit aufgenommen. Geleitet wird diese vom Verwaltungsvorstand für Service, Bildung und Personal, Sven Zuber. Mitglieder der Koordinierungsgruppe sind laut Stadt Beschäftigte und Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung. Sie wird nach Bedarf durch weitere Personen ergänzt.

3500 Briefe verschickt

In den vergangenen Tagen wurden 3500 Elternbriefe an Schulen, Kitas und Horte zur aktuellen Entwicklung des Corona-Virus mit Hygiene-Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verteilt. Zudem habe die Stadt ein vereinfachtes Gesundheitsmonitoring eingeführt. Das bedeutet, dass Krankheitsfälle unabhängig von Corona sofort der Verwaltung gemeldet werden. Ziel sei es, eine signifikante Steigerung von Krankheitsfällen sofort zu erkennen.