Die ersten Lausitzer haben die gelockerten Corona-Bestimmungen sofort genutzt und haben sich zum Bummel in den frühlingshaften Forster Rosengarten aufgemacht haben.

Extra aus Dresden ist Familie Franke mit Nachwuchs angereist. „Wir wollten schon immer mal in den Rosengarten fahren“, sagt Vater Marcus, der vorher per Internet nach Ausflugszielen in der Umgebung gesucht hat. „Um Dresden herum kennen wir alles schon“, fügt Mutter Melanie hinzu und füttert in aller Ruhe ihr Baby, gemütlich auf einer Bank sitzend mit Brei. Gekommen ist die Familie nicht unbedingt wegen der Rosen, sondern „wegen des Parkes an sich. Im Mai kommen die Rosen ja erst langsam“.

Die Lausitzer zieht es raus ins Grüne

„Der Park ist schön. Obwohl die Rosen noch nicht blühen. Man will ja raus“, sagt Helga Müller, die eigens aus Cottbus nach Forst gekommen ist. „Im Sommer wenn alles blüht, bin ich oft hier“, ergänzt sie.

Auch aus Guben kommen die Gäste. Reinhard und Christine Hauswald sind begeistert. „Es ist schön, dass man wieder raus kann und die Natur genießen kann.Und das Wetter spielt auch mit.“

Sie wollen auch ohne Rosen mal „ein bisschen gucken“. „Die Tulpen blühen schön, es müssen nicht immer Rosen sein.“ Außerdem loben die beiden auch den Gesamtzustand.

Der Parkmanager zeigt Freude und Erleichterung

Unweit am Rande der fröhlich plätschernden Wasserspiele steht Stefan Palm, der Forster Parkmanager. Die Erleichterung und Freude, wieder für die Parkbesucher da sein zu können, sind ihm anzusehen. „Ich bin froh, dass wir wieder aufmachen dürfen. Wir haben einen schönen Park und wollen ihn auch nutzen“, sagt er.

Genau deshalb ist auch Stefanie Bresler mit dem Partner und ihren beiden Kindern hier. „Wir nutzen die eintrittsfreien Tage“, sagt sie. Die Wasserspiele im weitläufigen Park machen den Kindern Spaß. Der Spielplatz ist noch gesperrt, so erfreuen sich die Kinder Maximilian und Luis am Wasser.

Für die Ex-Rosenkönigin ist der Park das grüne Wohnzimmer

Ex-Rosenkönigin Romy Ruff hat sich ihre ganze Familie geschnappt und den schönen Tag genutzt, um ihrem Lieblingsplatz einen Besuch abzustatten. „Es ist unglaublich schön, wieder hier zu sein. Es hat definitiv was gefehlt“, erzählt sie. Ihre Tochter Pamina (3) erfreut sich auch an den Wasserspielen, zwischendurch genießt die Familie einer der vielen Bänke einen kleinen Imbiss aus dem Cafe an den Wasserspielen. „Die Tulpen sind wunderschön. Unser Wohnzimmer ist der Forster Rosengarten“, fügt sie lächelnd hinzu.

Reinhard und Gabriele Kliemann aus Cottbus sitzen auf einer Bank, auch sie genießen den Anblick der Wasserspiele. Nebenbei gibt es ein paar leckere Quarkspitzen. „Wir besuchen den Rosengarten mindestens zweimal im Jahr“, erklärt Reinhard Kliemann. Beide schwärmen von den Veranstaltungen im vergangenen Jahr mit Claudius Wecke, und auch davon, dass sie durch den Rosengarten das Steamrose-Festival kennen gelernt haben. Es freut ihn besonders, das die „Erholungsoasen der Lausitz“, damit meint er alle Parkanlagen der Umgebung, die beide gern besuchen, zusammenarbeiten.

„Mal schauen, ob der Rhododendron blüht“, sagt Marion Nerad, die auch einen sonnigen Bummel macht. „Schönes Wetter, Sonne tanken, die schönen Tulpen anschauen“ – darüber ist sie glücklich.

Gastwirt wieder am Start und trotzdem weiter in Sorge

„Es ist endlich wieder Start“, sagt Gastwirt Frank Walter, der das Cafe an den Wasserspielen und auch die Parkgaststätte betreibt. „Wir sind wieder für die Gäste da, und das wird auch gut angenommen.“ Tische und Stühle dürfen allerdings noch nicht aufgestellt werden. Die Gäste müssen die Speisen in der Hand oder auf einer Bank im Park verzehren. „Wenn man in den leeren Gastraum oder die Küche der Gaststätte kommt, ist das eine Katastrophe. Die festangestellten Mitarbeiter sind in Kurzarbeit“, erzählt der Wirt.