Derzeit sind bei uns keine Einschränkungen geplant.“ Das sagt Wolfram Heym, Niederlassungsleiter des Unternehmens Spree-Neiße-Bus in Forst. Bislang habe es beim Personal noch keine nennenswerten Ausfälle gegeben. Allerdings seien natürlich auch gerade die Busfahrer nicht vor möglichen Ansteckungen gefeit. Wie schwierig es ist, wenn mehrere Mitarbeiter des Unternehmens ausfallen, haben Fahrgäste erst zum Ende des vergangenen Jahres zu spüren bekommen. Acht Verbindungen des regionalen Anbieters waren zwischenzeitlich sogar abgesagt worden. Betroffen waren zum Beispiel die Linie 800, die Cottbus, Spremberg und Hoyerswerda verbindet sowie die Linie 849 zwischen Cottbus und Döbern. Einige Busfahrer waren da ausgefallen. Durch den Kundenkontakt seien diese natürlich besonders stark exponiert, hatte Burkhard Ahlert, Sprecher bei der Deutschen Bahn AG, zu der das Busunternehmen gehört, erklärt.
So sei versucht worden, Leistungen bei anderen Verkehrsunternehmen einzukaufen. Doch auch da gab es keine unbegrenzten Kapazitäten.

Forst

Fahrscheinverkauf in Spree-Neiße-Bussen ausgesetzt

Das Unternehmen Spree-Neiße-Bus ist mit 50 eigenen Bussen an den Standorten Guben, Forst und Spremberg präsent. Das Streckennetz ist 920 Kilometer groß. 3,5 Millionen Buskilometer werden pro Jahr absolviert, rund drei Millionen Fahrgäste jährlich transportiert.
Seit wenigen Tagen hat Spree-Neiße-Bus den Fahrscheinverkauf in den Fahrzeugen ausgesetzt. Der Einstieg in den Bus soll über die hinteren Türen erfolgen. Das Unternehmen schließt sich damit den Schutzmaßnahmen an, die in den Verkehrsverbünden im Bundesgebiet ergriffen und vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) empfohlen werden. Die Sitzreihen direkt hinter dem Fahrersitz sollen zum Schutz der Mitarbeiter frei bleiben und sind abgesperrt worden.