Die Corona-Infektionszahlen in der Stadt Forst steigen weiter. Die Verwaltung sieht sich deshalb in der Verantwortung, zusätzliche Maßnahmen zu veranlassen, heißt es aus dem Forster Rathaus.
Aufgrund eines positiven Corona-Testergebnisses bei einer Lehrerin bleiben die Grundschule Nordstadt und der zugehörige Hort Sonnenstadt am Montag, den 2. November geschlossen. Das teilte die Stadt am späten Freitagnachmittag mit. Kinder und Lehrkräfte werden am Wochenende getestet. Im Ergebnis wird über das weitere Verfahren zur Fortsetzung des Schul- und Hortbetriebes in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Spree-Neiße entschieden. Aktuell wird der Kontakt mit den Eltern aufgenommen.
Im Landkreis Spree-Neiße war am Freitag ein Sieben-Tage-Inzidenz-Wert bei den Corona-Infektionszahlen von 109,9 erreicht worden.

Klinik erhöht Bettenkapazität

Allein in der Stadt Forst sind seit dem 15. Oktober 2020 31 neue Infektionen registriert. Im Vergleich zum Donnerstag sind vier hinzugekommen. Auch in der Lausitz Klinik Forst hat sich in dieser Woche die Anzahl der COVID-19-Patienten erhöht. Dort war in den letzten Tagen die Kapazität der Corona-Betten auf neun erhöht worden.
Gemeinsames Ziel sei es trotz verschärfter Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene, dass Schulen und Kindertagesstätten weiterhin geöffnet bleiben können, heißt es aus dem Forster Rathaus. Daher werden in den Kitas Kinderland, Waldhaus und Regenbogen ab 2. November neue Regelungen getroffen. So ist laut Stadt ab Montag ein Betreten der Kindertagesstätten durch Eltern beziehungsweise begleitende Personen nicht mehr möglich. Die Übergabe der Kinder an das Personal erfolgt im Eingangsbereich, eine Klingel steht in den Einrichtungen zur Verfügung.

Mund- und Nasenbedeckung Pflicht

Bei der Übergabe beziehungsweise beim Abholen des Kindes ist eine Mund- und Nasenbedeckung durch Eltern und Erzieher/Erzieherinnen zu tragen. Um Mund- und Nasenschutz und die Einhaltung der Abstandsregelung im Wartebereich wird gebeten. Allen Eltern wird ein entsprechender Elternbrief mit weiteren Informationen zur Verfügung gestellt.
Der Stadt sei es bewusst, dass dies zu einem erhöhten zeitlichen Aufwand bei Übergabe und Abholung der Kinder führe, dennoch sei die Maßnahme notwendig, um das Risiko einer Infizierung zu minimieren.
Insbesondere die Erfahrungen aus den aktuellen Infektionsfällen in der Kita Waldhaus und anderen Kitas im Landkreis Spree-Neiße zeigten, dass die Schließung einer gesamten Kita bei positiven Testergebnissen notwendig werden könne. Im Interesse aller Eltern und des Personals wirbt die Stadt um Verständnis für die Maßnahme.