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| 14:54 Uhr

Ministerpräsident trifft Bürgermeisterin
Chance für Forst liegt in Zuganbindung nach Berlin

Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek im Gespräch mit Ministerpräsdient Dietmar Woidke.
Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek im Gespräch mit Ministerpräsdient Dietmar Woidke. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Im Gespräch mit Taubenek verweist Woidke auf nötige Investition in Infrastruktur und Forschung. Von Katrin Kunipatz

Fördermittelbescheide brachte Dietmar Woidke (SPD) nicht mit, als er am Freitag zu einem Arbeitsgespräch mit Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) im Rathaus zusammentraf. Jedoch tauschten sich die Stadtverwaltungschefin und der Ministerpräsident über die drängendsten Probleme in Forst und der Region aus.

Woidke betonte, dass besonders Investitionen in die Infrastruktur nötig seien, damit junge Menschen in Forst und Umgebung eine Perspektive finden. Gemeinsam mit dem Bund müsse man die Elektrifizierung der Strecke Cottbus-Forst vorantreiben und die Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus zweigleisig ausbauen. „Ziel muss es sein, zwei- bis dreimal stündlich Verbindungen von Cottbus nach Berlin anzubieten“, sagte Woidke. Nur mit einem entsprechenden Verkehrsangebot sei es möglich, die Region näher an den im Bau befindlichen Flughafen BER zu rücken. Dieser werde in wenigen Jahren zum großen Jobmotor werden, zeigte sich Woidke zuversichtlich.

Weiterhin fordert er ein Investitionsbeschleunigungsgesetz. Damit solle es möglich sein, Infrastrukturmaßnahmen schneller umzusetzen. Statt in zehn Jahren sollten Projekte nach vier oder fünf Jahren fertiggestellt werden. Woidke verwies weiterhin auf die von seinem sächsisch-anhaltinischen Amtskollegen Reiner Haseloff geforderten 100 Millionen Euro, um Sofortmaßnahmen umzusetzen, die die Folgen des Kohleausstiegs in der Region kompensieren. „Mittelfristig sind Investitionen in die Wissenschafts- und Forschungsstruktur nötig Dies ist die nachhaltigste Wirtschaftsförderung“, sagte Woidke zu dem gemeinsamen Vorstoß der Ministerpäsidenten von Sachsen, Schsen-Anhalt und Brandenburg.

Grundsätzlich liegen Bürgermeisterin und Ministerpräsident auf einer Wellenlänge. Simone Taubenek hatte im Wahlkampf auf eine besser Anbindung der Stadt Forst an Berlin gedrungen. Das Gespräch im Rathaus war nicht das erste Zusammentreffen. Beide kennen sich bereits aus der Zeit, als Simone Taubenek in leitender Funktion bei der Polizeidirektion Süd arbeitete.