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Calau-Bronkow bleibt blitzerfreundlich

Begrünt werden soll im Herbst dieses Jahres die rund 250 Meter lange und etwa drei Meter hohe Lärmschutzwand an der A 13 in Groß Jehser (Foto). Auch die etwa einen Kilometer Lange Wand bei Bathow, die im Herbst vorigen Jahres fertiggestellt wurde, soll nach dem Beispiel Groß Köris noch in diesem Jahr mit wildem Wein begrünt werden.
Begrünt werden soll im Herbst dieses Jahres die rund 250 Meter lange und etwa drei Meter hohe Lärmschutzwand an der A 13 in Groß Jehser (Foto). Auch die etwa einen Kilometer Lange Wand bei Bathow, die im Herbst vorigen Jahres fertiggestellt wurde, soll nach dem Beispiel Groß Köris noch in diesem Jahr mit wildem Wein begrünt werden. FOTO: H. Kuschy
Boblitz. Wer nicht gerade die A 12 zwischen Spreeau und Fürstenwalde befährt, die bis 2018 ausgebaut wird, bleibt in naher Zukunft von großen Autobahnbaustellen verschont. Zwischen Königs Wusterhausen und Ortrand sowie Forst wird es nach Angaben von Bauüberwacher Thomas Mattuschka nur kleinere Baustellen von kurzer Dauer geben. Aber es wird weiter fleißig geblitzt zwischen Calau und Bronkow. Hannelore Kuschy

Der Verkehrsfunk nervt die Autofahrer fast täglich mit einem Blitzer, der auf der A 13 zwischen den Anschlussstellen Calau und Bronkow Schwarz-Weiß-Bilder bereit hält. Offenbar müssen sich alle darauf einstellen, dass das so bleibt. Denn ein Ausbau dieses Abschnitts ohne Standstreifen steht auf keiner Prioritenliste, so bleibt es bei den vorgeschriebenen 120 Kilometern pro Stunde. "Der Verkehr auf dieser Strecke hat nicht extrem zugenommen. Außerdem teilt er sich am Spreewalddreieck auf", begründet Bauüberwacher Thomas Mattuschka vom Landesbetrieb Straßenwesen die Entscheidung. Wer also guten Eindruck in Flensburg machen möchte, fährt weiter brav wie vorgeschrieben 120 Kilomter pro Stunde schnell.

Kein neues Spreewalddreieck

Außer Reichweite in jeder Planung ist auch ein einstmals gewollter Ausbau des Spreewalddreiecks. Erst recht, nachdem im vergangen Jahr die etwa drei Kilometer zwischen Lübbenau und Kittlitz in Richtung Dresden repariert wurden. Alles, was ausgebaut werden sollte, so Mattuschka, sei seit der Wende bis heute erledigt worden. "So haben wir jetzt einen relativ guten Fahrbahnzustand, der erhalten werden soll - bevor es zu offensichtlichen Schäden kommt", sagt Thomas Mattuschka. Das seien zum Beispiel Risse, die der Autofahrer gar nicht sieht.

Nach einem Plan werden deshalb immer wieder kleinere Baustellen aufgemacht, um Asphaltdecken zu erneuern. Denn nach zehn bis 13 Jahren sind erfahrungsgemäß anfängliche Schäden zu erkennen. Risse sollen nicht erst dazu führen, dass grundhaft ausgebaut und damit Autobahnen gesperrt werden müssen. Während die Fahrbahnen nördlich des Spreewalddreiecks aus Beton gegossen sind, wird südlich die Asphalt-Deckschicht ausgewechselt werden müssen. Zwischen dem 16. und 20. Juni ist damit auf zwei Kilometern zwischen Bronkow und Großräschen in Richtung Dresden zu rechnen. Ein Fahrstreifen werde jedoch immer frei bleiben, versichert der Bauüberwacher. Ab September wird ebenfalls in Richtung Dresden auf drei Kilometern zwischen den Anschlussstellen Großräschen und Klettwitz repariert.

Über Brücken wird gebaut

Ab Ende 2014 werden beginnend im Norden alle Brückenvorfelder auf der Autobahn saniert, also dort, wo Brücken unter der Autobahn verlaufen.

In Angriff genommen wird zuallererst der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Bestensee und Teupitz. In Richtung Süden geht es 2015 weiter mit den Brückenvorfeldern zwischen Teupitz und Freiwalde. Diese Vorfelder bestehen aus einer Asphaltschicht, die nicht so lange wie Beton hält. Beton auf diesem Abschnitt wird dennoch ausgeschlossen, weil das kleine Stück per Hand gefertigt werden müsste. Das, so Mattuschka, würde eine unebene Fahrbahn zur Folge haben. Zudem bestünde die Gefahr, dass sich bald Risse bilden. Im Süden, auf der A 13, werden die Brückenvorfelder zwischen Klettwitz und der Landesgrenze zu Sachsen in Angriff genommen - wie überall in beiden Richtungen. Jedes Jahr, so umreißt der Bauüberwacher, werden durchschnittlich pro Jahr 36 Millionen Euro in Brandenburg ausgegeben, um die Autobahnen zu reparieren.

An der A 13 soll im Herbst selbst kletternder wilder Wein gepflanzt werden. Schließlich sollen die beiden Lärmschutzwände bei Bathow und Groß Jehser nicht nur weitgehend Lärm von den Bewohnern der Orte abhalten, sondern auch gut aussehen. Wilder Wein deshalb, weil er dem Winter und Salz auf der Fahrbahn am besten widerstehen kann.

Bleibt die Geschwindigkeitsbegrenzung an der Brücke bei Klessow zwischen Spreewalddreieck und Boblitz. "Nach einem Unfall ist die Schutzplanke notdürftig repariert worden. Ende Juni soll der Schaden endgültig behoben sein", macht Thomas Mattuschka Hoffnung auf eine baldige Freigabe der Strecke.

Zum Thema:
Die Bauüberwachung Süd des Landesbetriebes Straßenwesen hat ihren Sitz im Lübbenauer Ortsteil Boblitz. Sie betreut laut Bauüberwacher Thomas Mattuschka knapp 300 Autobahnkilometer der A 13, A 15 und einen Teil der A 12. Sie sorgt für die Erhaltung des südlichen Berliner Rings. In diesem Jahr ist mit dem Ausbau zwischen Spreeau und Fürstenwalde begonnen worden - der vorläufig letzte im Bereich der Bauüberwachung Süd.