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| 15:47 Uhr

Ankündigung
Buntes und friedliches Land im Fokus

Christina Menzel vom Vorbereitungsteam mit Materialien über das Weltgebetstagsland Surinam.
Christina Menzel vom Vorbereitungsteam mit Materialien über das Weltgebetstagsland Surinam. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Der Weltgebetstag beschäftigt sich auch in Forst am Freitag mit dem südamerikanischen Surinam.

Mehr als 7700 Kilometer entfernt, nur halb so groß wie Deutschland, zu 90 Prozent bewachsen von Regenwald – das sind nur einige Daten des südamerikanischen Landes Surinam, das in diesem Jahr im Fokus des Weltgebetstages steht. Auch in Forst ist seit Dezember wieder ein siebenköpfiges Team aus Frauen verschiedener Forster Kirchgemeinden dabei, den Tag vorzubereiten, wie Christina Menzel berichtet. Sie ist Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine und seit mehr als 50 Jahren mit dem Weltgebetstag befasst.

„Er wird immer bunter und offener“, hat sie festgestellt. Denn kamen vor Jahren ausschließlich Frauen zu der Veranstaltung, sind inzwischen auch viele Männer und vor allem Kinder dabei. „Wir veranstalten für die Kinder einen extra Kinderweltgebetstag, in dem wir sie an das jeweilige Land heranführen“, berichtet Christina Menzel. Das passiere über Lieder, Gebete – und die kulinarische Schiene. Denn wenn der Weltgebetstag am Freitag, 2. März, um 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Frankfurter Straße stattfinde, werde auch wieder ein reichhaltiges Bufett mit Speisen aus Surinam aufgetischt. „Diese haben wir von Rezepten aus Surinam nachgekocht“, so Menzel.

Zudem werde versucht, zunehmend junge Menschen für den Weltgebetstag zu begeistern. So würden junge Forster Frauen Texte von Frauen aus Surinam vortragen. Das Land sei für sie deshalb so faszinierend, weil es durch die Sklaverei zu einem Vielvölkergemisch geworden ist, das jedoch sehr friedlich zusammenlebe, so Christina Menzel. Die Surinamerinnen bezeichneten sich selbst als „Moksi“, als „Mischmasch“. Die Natur sei bunt.

Das jeweilige Land des Weltgebetstages werde vom Internationalen Weltgebetstagskomitee gewählt. Wichtig sei auch die Kollektensammlung, in der Geld für Projekte gesammelt wird, mit denen Mädchen und Frauen weltweit gestärkt werden sollen. Im vergangenen Jahr waren laut Christina Menzel in Deutschland 2,8 Millionen Euro gesammelt worden.

In der Kulturkirche Sacro wird der Weltgebetstag extra gefeiert, auch weil das Forster Gemeindehaus platztechnisch an Grenzen stoßen würde. Los geht es um 18 Uhr, danach gibt es landestypische Speisen im Gemeindehaus Sacro.

(slu)