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| 18:31 Uhr

Bürgermeisterwahl
Sparen ist die Devise – verschiedene Ideen über das Wie

FOTO: Janetzko, Katrin / LR
Forst. Bürgermeisterkandidaten für Kürzen der Kreisumlage sowie höhere Steuereinnahmen durch Stärkung der Wirtschaft. Von Katrin Kunipatz

Der Termin der Bürgermeisterwahl rückt näher. Bei verschiedenen Diskussionsrunden stellten sich die Kandidaten bereits den Fragen der Bürger. Die RUNDSCHAU hat der Dame und den vier Herren ebenfalls verschiedene Fragen gestellt. Diesmal geht es ums Geld, das Forst als hoch verschuldete Stadt nicht hat.

Aimo Bartel (parteilos) gesteht: „Hier fehlt mir das notwendige Hintergrundwissen, um verlässliche Aussagen zu machen.“ Es müsse alles auf den Prüfstand, um sinnvolle Einsparpotenziale zu finden, die nicht zulasten der Bürger gehen. Er hält neben Fördertöpfen und Netzwerken auch eine Finanzierung per Crowdfunding für denkbar. Letztere Form ist eine Art der Spendensammlung im Internet, bei der ein konkretes Projekt im Mittelpunkt steht.

CDU-Kandidat Helge Bayer will durch die Verschlankung der Verwaltung Mittel freisetzen und die Kreisumlage einer inhaltlichen Prüfung unterziehen. Er will auch sicherstellen, dass förderfähige Projekte angegangenen werden, bevor die Fördermittel von Bund und Land sinken. Schwerpunkte sieht Helge Bayer bei der Ausschöpfung möglicher Förderkulissen und beim Schuldenabbau: „Das sind wir unseren Kindern schuldig.“ Mehr Einnahmen sollen sich aus der Stärkung des Arbeits- und Wirtschaftsstandorts Forst ergeben. Neue Wege will Bayer bei der Arbeitsteilung mit anderen Städten beschreiten.

Thomas Engwicht (parteilos) formuliert als Ziel: „Ich möchte den großen Forster Schuldenberg verkleinern ohne weitere Erhöhungen von Steuern und Gebühren.“ Schwerpunkte sieht er bei den bereits vorbereiteten Investitionen der nächsten Jahre: die Schwimmhalle, die Grundschule Keune, das neue Schülerfreizeitzentrum, das Textilmuseum und die Sanierung der schlechten Forster Straßen. Einsparen will Engwicht genau wie Bayer bei vereinfachten Arbeitsabläufen und der weiteren Einführung moderner Technik in der Stadtverwaltung.

Konkret nennt Ingo Paeschke (Die Linke) die Dinge beim Namen: „Unser Schuldenberg von rund 40 Millionen Euro kann aus kommunalen Mitteln nicht beseitigt werden.“ Vorhandene finanzielle Mittel aus Steuereinnahmen und Landeszuweisungen müssten deshalb so eingesetzt werden, dass damit der größtmögliche Effekt erreicht werde. Die Mittel für Sport, Freizeit und Jugend sollten deshalb im Stadion und dessen Umfeld eingesetzt werden. Schwerpunkte sind für Paeschke die Schwimmhalle, das Stadion und die Innenstadtentwicklung.

Simone Taubenek (parteilos) will den Sparkurs im Interesse der nachfolgenden Generationen ebenfalls fortsetzen. Ansetzen möchte sie bei der Steigerung der Einwohnerzahl. Forst könnte dann mehr Geld aus Schlüsselzuweisungen erhalten. Gleichfalls müssten die Wirtschaft vor Ort gestärkt und neue Unternehmen für eine Ansiedlung gewonnen werden, um das Steuereinkommen zu steigern. In der Reduzierung der Kreisumlage sieht Taubenek eine weitere Möglichkeit, Ausgaben zu reduzieren.

Auf der RUNDSCHAU-Internetseite www.lr-online.de können Sie zudem die vollständigen Antworten der Bürgermeisterkandidaten nachlesen.