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| 08:33 Uhr

Bürgermeisterwahl
Bessere Verwaltung durch Kommunikation

Forst. Verschiedene Pläne der Bürgermeisterkandidaten, wie Stadtverwaltung mit Bürgern und Abgeordneten zusammenarbeitet. Von Katrin Kunipatz

In wenigen Tagen ist Bürgermeisterwahl in Forst. Die RUNDSCHAU bat im Vorfeld die fünf Kandidaten, verschiedene Fragen zu beantworten. Diesmal geht es um das Thema Stadtverwaltung und die Fragen, ob es ein Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsproblem gegenüber Bürgern und Stadtverordneten gibt und ob es aus Sicht der Kandidaten nötig sei, Struktur und Arbeitsweise der Verwaltung zu verändern.

Dass die Stadtverwaltung ein Vertrauensproblem hat, nimmt Helge Bayer (CDU) nicht an. Als Stadtverordneter jedenfalls bekomme er „zeitnahe und gute Auskünfte“. Er vermutet, dass die Bürger sich „eine leichtere Behördensprache, punktuellere Informationen und mehr Transparenz“ wünschen. Da die Stadtverwaltung auf drei Gebäude verteilt ist, befürchtet der CDU-Kandidat eine etwas schwerfällige Kommunikation. Grundsätzlich sieht Bayer Einsparpotenziale. Ansatzpunkte sind für ihn moderne Softwarelösungen, das Thema Homeoffice und eine gesunde Altersstruktur.

Ob die Stadtverwaltung ein Glaubwürdigkeitsproblem hat, lässt Thomas Engwicht (parteilos) offen. Er habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Seine Wahl zum Bürgermeister wolle er zum Anlass nehmen, die Zusammenarbeit der Bürger und ihrer Abgeordneten auf den Prüfstand zu stellen und neues Vertrauen aufzubauen. Veränderungen seien in der Verwaltung und der Stadtverordnetenversammlung nötig. Aus Sicht Engwichts hat sich die Struktur der Verwaltung bewährt. „Ich sehe Potenzial, verschiedene Arbeitsabläufe zu vereinfachen“, sagt er.

Ingo Paeschke (Die Linke) betont, dass Verwaltung effektiv, zielorientiert und bürgerfreundlich arbeiten müsse. Er sagt: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Besonders, wenn es um das Geld der Bürger geht.“ Doppelstrukturen seien zu vermeiden und deshalb beispielsweise der Eigenbetrieb Kultur und Tourismus im Bereich Grünpflege und Rosengarten enger mit dem Betriebsamt zu verzahnen.

Auch Simone Taubenek (parteilos) glaubt nicht, dass es ein Vertrauensproblem gegenüber der Stadtverwaltung gibt. „Wenn doch, muss es geändert werden“, sagt sie. Taubenek geht davon aus, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Interesse der Bürger und der Stadt arbeiten. Fehler könnten jedoch passieren. Die Arbeitsweise der Stadtverwaltung ändere sich entsprechend der zu bewältigenden Aufgaben, so Taubenek. Dazu müssten sich nicht unbedingt die Strukturen ändern. Im Vordergrund stünden Effektivität und Effizienz. Sie selbst wolle die Strukturen erst beurteilen, wenn sie darin gearbeitet habe.

Für Aimo Bartel (parteilos) gibt es das Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsproblem. Ursache sei das fehlende Miteinander, die Art und Weise der Öffentlichkeitsarbeit und teilweise auch die Umgangsformen. Dies betreffe sowohl die Mitarbeiter als auch die Bürger. Um aufzuzeigen, wo es Ansätze für Veränderungen innerhalb der Verwaltung geben könnte, „fehlt mir da der tiefe Einblick“, sagt Bartel. Er selbst habe bisher bei seinen Anliegen eine konstruktive Atmosphäre erlebt.

Auf der RUNDSCHAU-Internetseite www.lr-online.de können Sie die vollständigen Antworten der Bürgermeisterkandidaten nachlesen.