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| 17:31 Uhr

Jahresgespräch
„Forst ein bisschen besser machen“

 Das gemeinsame Projekt von Stadt und Landkreis, den Ausbau des Stadions am Wasserturm, wollen beide Parteien 2019 vorantreiben.
Das gemeinsame Projekt von Stadt und Landkreis, den Ausbau des Stadions am Wasserturm, wollen beide Parteien 2019 vorantreiben. FOTO: Katrin Kunipatz
Forst. Bürgermeisterin Simone Taubenek blickt zurück auf 2018 und auf die größten Ereignisse 2019. Von Steffi Ludwig

Es war der erste Jahreswechsel in ihrer Amtszeit, zu dem Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) einen Rück- und Ausblick wagen konnte. Seit dem 17. Mai 2018 im Amt, könne sie behaupten, nach wie vor sehr gern zur Arbeit zu gehen, meinte sie schmunzelnd am Dienstag in einem Gespräch mit der Presse. Es gehe ihr immer darum, Forst im Rahmen der engen finanziellen Möglichkeiten, die aufgrund der Schulden und des Haushaltssicherungskonzeptes bestehen, „ein bisschen besser zu machen“.

Mit Landrat Harald Altekrüger (CDU) gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit. „Für 2019 haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, unser gemeinsames Projekt, den Ausbau des Stadions am Wasserturm, voranzutreiben“, so Simone Taubenek. Über ein Bundesprogramm sollen Mittel für die Entwicklung als Sport- und Freizeitareal eingeworben werden, ein Konzept wurde dazu erarbeitet. Weitere Bewerbungen für Bundesfördermittel gibt es für die Sanierung des Rad- und Reitstadions und die Weiterentwicklung des Textilmuseums. „Gerade Letzteres war mir ein Bedürfnis, um künftig an einem Standort konzentriert unterzubringen, was die Geschichte von Forst ausmacht“, so Taubenek. Denn das Archiv verschwundener Orte und die Schwarze Jule sollen im Museumskomplex untergebracht werden. Sie hoffe, dass die Gelder für diese Großprojekte bewilligt werden.

Zudem hoffe sie, dass es mit den Ausschreibungen für die Schwimmhalle zügig vorangeht, sodass zum Beginn des Schuljahres 2020 die Halle „schick, funktional und für alle nutzbar“ eröffnet werden könne.

Große Ereignisse für 2019 seien auch für Forst die Landtags- und Kommunalwahlen. „Ich kann nicht beeinflussen, wer ins Parlament gewählt wird, aber ich wünsche mir eine handlungsfähige Stadtverordnetenversammlung“, sagt sie. Auch altersmäßig werde es sicher einen Generationswechsel geben.

Mit Spannung schaue sie auch auf die Strukturkommission nach Berlin, die Ende Januar ihren Bericht vorlegen wolle. Interessant werde sein, wie sich Bund und Land zum Thema Kohleausstieg aufstellen, „um die Region nicht verarmen zu lassen“. Am 17. Januar werde sie mit ihrem Stellvertreter auch wieder an der Lausitzrunde teilnehmen, so Taubenek. Es bedürfe in jedem Fall Sonderbedingungen für die Lausitz, denn die Region vertrage keinen weiteren großen Schlag.

In den sieben Monaten ihrer Amtszeit sei sie auf ein großes Engagement vieler Ehrenamtler und Vereine gestoßen. Sie habe noch mehr erfahren als vorher, dass in Forst durchaus „etwas los“ sei, es eine Vielzahl Veranstaltungen gebe. „Hierfür müsste eventuell noch eine andere Art der Kommunikation gefunden werden, um mehr Leute zu erreichen“, so die Bürgermeisterin.

Bei allen Problemen schätze sie die Arbeit mit den Fraktionsvorsitzenden als positiv ein, so Taubenek. Dies sei zwar beiderseits noch ausbaufähig, aber sie wolle regelmäßig Gespräche mit den Fraktionschefs führen, um auch deren Meinungen zu bestimmten Gebieten auszuloten. Zum Thema Erhalt der Postfiliale und Postbank in Forst wolle sie sich mit ihnen zeitnah verständigen. Einen Entwurf für ein Schreiben an die Post habe sie bereits fertig. Bürger hatten sich gewünscht, dass sich die Stadt noch einmal um das Thema kümmere.

Seit Mai 2018 seien auch viele Beschwerden von Bürgern auf ihrem Tisch gelandet, die sie versucht habe, persönlich zu beantworten. In vielen sei es um den Straßenverkehr, um Baumaßnahmen oder Ampelschaltungen gegangen. Sie sei gespannt, wie die neuen Bürgersprechstunden angenommen werden, die am Dienstagnachmittag starteten und künftig monatlich angeboten werden, so die Bürgermeisterin. Etwas weniger häufig an sie herangetragen worden seien Probleme mit Auto- oder Fahrraddiebstahl. Sie werde das Thema dennoch bei der nächsten Sitzung des Forster Präventionsbeirates ansprechen, kündigt sie an.