| 18:51 Uhr

Klare Mehrheit
Bürgermeister von Forst soll abgewählt werden

Philipp Wesemann war im Mai 2015 als jüngster hauptamtlicher Bürgermeister Brandenburgs mit 60,57 Prozent der Stimmen gewählt worden.
Philipp Wesemann war im Mai 2015 als jüngster hauptamtlicher Bürgermeister Brandenburgs mit 60,57 Prozent der Stimmen gewählt worden. FOTO: Patrick Pleul / dpa
Forst. Die Stadtverordneten von Forst haben am Mittwochabend mit großer Mehrheit ein Abwahlverfahren gegen den seit langer Zeit erkrankten Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) auf den Weg gebracht.

Von den 28 Abgeordneten haben 21 für die Abwahl gestimmt, sechs dagegen. Es gab eine Stimmenthaltung. Bei der nächsten regulären Stadtverordnetenversammlung am 8. Dezember könnte nun über einen Abwahltermin entschieden werden.

Die Fraktion der Linken in der Forster Stadtverordnetenversammlung hatte Ende September einen entsprechenden Abwahlantrag eingebracht. 22 von 28 Stadtverordneten unterschrieben diesen Antrag danach. Philipp Wesemann (SPD) kann seit fast einem Jahr seine Amtsgeschäfte nicht wahrnehmen, weil er erkrankt ist.

Nach der Abstimmung könnte es einen Bürgerentscheid zu seiner Abwahl geben. Ob es dazu aber kommt, ist noch nicht sicher. Wesemann hat eine Woche Zeit, sich zu erklären. Er selbst hatte in einem Schreiben bereits angedeutet, dass er sein Amt abgeben wolle, wenn es eine Mehrheit der Stadtverordneten wolle.

Die Wahl Philipp Wesemanns im Mai 2015 war weit über die Rosenstadt hinaus beachtet worden, weil er damals jüngster hauptamtlicher Bürgermeister Brandenburgs wurde.

(si)