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| 02:37 Uhr

Bürgerbegehren in Groß Schacksdorf-Simmersdorf erfolgreich

Groß Schacksdorf-Simmersdorf. Mit knapper Mehrheit hat die Gemeindevertreterversammlung von Groß Schacksdorf-Simmersdorf am Donnerstag um 20. B.M.

30 Uhr das Bürgerbegehren zum Erhalt der politischen Eigenständigkeit der Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf für zulässig erklärt. Damit hat sie für die Durchführung eines entsprechenden Bürgerentscheides gestimmt. Als Termin für die mit einer Wahl vergleichbare Abstimmung (Bürgerentscheid) wurde Sonntag, der 10. August, festgelegt. An dem Tag haben dann alle 946 Wahlberechtigten der Gemeinde die Möglichkeit mit "Ja" oder "Nein" über folgende Frage abzustimmen: "Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf politisch eigenständig bleibt?"

Mike Lenke, Wahlleiter des Amtes Döbern-Land, hatte das am 24. April mit 343 Unterschriften von Kirsten Schütz, Vertrauensperson der Initiatoren des Bürgerbegehrens, eingereichte Begehren für zulässig erklärt. Die Gemeindevertreter waren darüber mit einer schriftlichen Vorlage vorab informiert worden. Lenke erläuterte das Ergebnis auf der Sondersitzung noch einmal. 332 der 343 Unterschriften sind gültig. Damit haben mehr als 35 Prozent der Wahlberechtigten der Gemeinde ihren Willen bekundet. Sie sind dafür, dass Groß Schacksdorf-Simmersdorf eine politisch eigenständige Gemeinde bleibt. Mit der Zulassung des Bürgerbegehrens sind alle Maßnahmen und Verhandlungen zu unterlassen, die dem Interesse des Begehrens entgegenlaufen, erläuterte Amtsdirektor Günter Quander nach der Beschlussfassung. "Damit ist auch die Anhörung zur Aufnahme von Vertragsverhandlungen zur Eingliederung der Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf in die Stadt Forst vom Tisch", sagte er.

Das Bürgerbegehren wurde mit fünf Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und einer Stimmenthaltung zugelassen.