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| 17:59 Uhr

Reaktion
Bauern-AG weist Vorwürfe zu Milchviehanlage zurück

Forst. Bündnis Tierfabriken-Widerstand kritisiert Vergrößerung der Anlage in Neu Sacro.

Das Bündnis Tierfabriken-Widerstand hat am Donnerstag in einer Pressemitteilung die Erweiterung der Milchviehanlage der Bauern AG Neißetal in Neu Sacro kritisiert. Leo Bohns vom Bündnis Tierfabriken-Widerstand prangert darin unter anderem die Gewalt an, die Tieren im Rahmen der Nutzung als Milchkuh angetan werde. Aber auch die Überdüngung mit Stickstoff oder die Verunreinigung des Grundwassers und Bodens wird in der Mitteilung als Problem angegeben.

Der Vorstand der Bauern AG Neißetal reagiert mit Unverständnis auf die Mitteilung. „Wir betrachten die Erweiterung unserer Ställe als Investition ins Tierwohl“, sagt Helmut Baum. „Wir wollen ein geschlossenes System, dass Milchkühe, Jungtiere und Kälber an einem Ort sind – mit mehr Platz und besseren Bedingungen.“ Alles sei geprüft und werde tiergerecht gebaut, sagt auch Vorstand Bernd Starick. „Die Tiere können sich frei bewegen, die Ställe sind gut durchlüftet.“ Es gebe regelmäßige Kontrollen durch den Tierarzt des Landkreises. Natürlich müsse man auch wirtschaftlich sein.

Die jetzige Milchviehanlage war 2015 bis 2017 für rund neun Millionen Euro neu errichtet worden, nach modernen Richtlinien. Die Kühe waren von Albertinenaue auf das Gelände des Gutes Neu Sacro umgezogen. Momentan leben laut Starick 625 Milchkühe in Neu Sacro. Mit der geplanten Erweiterung der Anlage sollen es 850 Milchkühe plus eine wechselnde Anzahl an Jungtieren sowie Kälbern sein. Im Genehmigungsantrag, der bis zum 1. März im Landesumweltamt in Cottbus ausliegt, sind insgesamt 1483 Rinderplätze und 353 Kälberplätze genannt. Nochmal eine Million Euro will die Bauern AG investieren.

Die beiden Vorstände schlagen den Kritikern vor, sich die Ställe und die Bedingungen einmal vor Ort anzusehen. „Wir haben nichts zu verbergen“, so Baum.

(slu)