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| 18:02 Uhr

Windkraft
Briesniger Windräder sollen noch in diesem Jahr ans Netz

Im Kompetenzzentrum kamen der Bohrauer Ortsvorsteher Frank Kolm (2.v.l.) und Briesniger mit Ute Simon (l.) von Abo Wind ins Gespräch.
Im Kompetenzzentrum kamen der Bohrauer Ortsvorsteher Frank Kolm (2.v.l.) und Briesniger mit Ute Simon (l.) von Abo Wind ins Gespräch. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Briesnig/Forst. Bei Infomesse erfahren Einwohner aus Briesnig und Bohrau Details zu den Plänen des neuen Betreibers.

Noch in diesem Jahr will die Firma Abo Wind aus Wiesbaden auf der Kippe westlich von Briesnig fünf Windräder errichten. Vor allem um den Anwohnern Eckdaten des Vorhabens zu erläutern, fand in dieser Woche eine Infoveranstaltung im Forster Kompetenzzentrum statt. „Es handelt sich um das gleiche Projekt, an dem Vattenfall vor Jahren geplant hat. Die Abo Wind AG hat es zu Jahresbeginn erworben“, erklärt Daniel Duben, Sprecher der Firma. Im Moment fehle nur noch eine Genehmigung, dann könnten die Arbeiten beginnen, so Abteilungsleiterin Ute Simon. „Noch in diesem Jahr sollen die Windräder ans Netz gehen“, sagt sie.

Knapp 50 Besucher zählte die Abo Wind bei ihrer Infoveranstaltung. Unter ihnen waren auch die neu gewählten Mitglieder des Ortsbeirats Briesnig, der Bohrauer Ortsvorsteher Frank Kolm und die Briesnigerin Susanne Lerke. Letztere machte sich vor vier Jahren gemeinsam mit anderen Frauen für einen größeren Abstand zwischen Ort und Windpark stark und unterlag. Wie andere Briesniger ist sie überrascht von der aktuellen Entwicklung. „Denn zwei Jahre lang tat sich nichts“, so Lerke. Und von der Infomesse der Abo Wind habe sie nur aus der RUNDSCHAU erfahren. Die Stadt Forst hätte zumindest einen Hinweis im Briesniger Schaukasten aushängen können, meint auch Ortsbeirat Steffen Jahrow. Da die Windräder nicht zu verhindern seien, sei es sein Ziel, die bestmöglichen Kompromisse mit dem Betreiber zu schließen, damit die betroffenen Ortschaften tatsächlich etwas davon hätten. Ähnlich äußert sich auch Frank Kolm. Daniel Duben weist darauf hin, dass Abo Wind mit Forst verhandelt und die Ortsteile sich entsprechend an die Stadt wenden müssten.

Aufmerksam studierten die Anwesenden die ausgehängten Unterlagen. Abteilungsleiterin Ute Simon und Projektverantwortlicher Alexander Seidel beantworteten die Fragen. Es ging um die Art der Anlagen, die Standsicherheit der Windräder auf dem Kippenboden, den Verlauf der Kabeltrasse, Schattenwurf, Geräusche und die Befeuerung. Die fünf geplanten Windräder haben eine Nabenhöhe von 139 Metern und einen Rotordurchmesser von 122 Metern. Sie werden 200 Meter hoch sein. Die Fundamente werden im lose geschütteten Boden der Kippe zusätzlich abgestützt.

Offen blieb die Frage, ob es bei diesen fünf Windrädern bleibt. Auf Nachfrage erklärt Waldemar Olheide vom Fachbereich Stadtentwicklung, dass bisher nur fünf Windanlagen beantragt und genehmigt seien. Sie entstehen am Rand der Windeignungsfläche, erklärt er.