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| 02:34 Uhr

Briesniger Jugend bereitet Umzug vor

Steven Zech und Tony Kutzner am Gemeindezentrum Briesnig und der Feuerwehr. Dort könnte der neue Jugendclub stehen.
Steven Zech und Tony Kutzner am Gemeindezentrum Briesnig und der Feuerwehr. Dort könnte der neue Jugendclub stehen. FOTO: Beate Möschl
Forst. In Briesnig werden die Weichen für den Umzug der Dorfjugend gestellt. Mitte des Jahres muss die als Jugendclub genutzte ehemalige Hausmeisterwerkstatt an der alten Schule mit hoher Wahrscheinlichkeit geräumt werden. Es gibt einen Kaufinteressenten. Beate Möschl / .

Unmittelbar vor Ostern haben Tony Kutzner (27) und Steven Zech (25) eine Entscheidung getroffen: Der neue Jugendclub soll an den Spielplatz hinter der Feuerwehr angrenzen, mit Blick ins Grüne über die Gemeindewiese. Die Stadt hat ihnen die Wahl gelassen, an welcher Stelle auf dem städtischen Gelände an Gemeindezentrum und Feuerwehr ein etwa 25 Quadratmeter großer Holzbungalow aufgestellt werden soll als Ersatz für das noch genutzte kleine Werkstatt- und Kartoffellager an der alten Schule. Das haben die Jugendlichen erst im Jahr 2009 von der Stadt gepachtet und sich mit Unterstützung vieler Eltern hergerichtet, das Dach dicht gemacht, Fenster ausgewechselt eine kleine Bar eingebaut.

"Dass das hier nicht für immer ist, haben wir ja gewusst. Die Stadt bietet das Gelände mit der alten Schule seit Jahren zum Verkauf an. Aber dass sich dafür mal ein Käufer findet, hat keiner geglaubt", sagt Tony Kutzner. Umso erleichterter ist er darüber, dass die Stadt die neue Situation zeitnah signalisiert hat und mit ihnen und dem Ortsbeirat gemeinsam nach einer finanzierbaren Alternative sucht. Noch sind es nur Pläne, die da für einen neuen Jugendclub geschmiedet werden. "Wir können erst anfangen zu bauen, wenn die alte Schule verkauft ist."

Am 1. März hat es eine Zusammenkunft mit der Stadt und der Jugend im Ortsbeirat gegeben. Die Stadt hat signalisiert, dass aus dem Verkaufserlös eine Summer zur Verfügung gestellt werden soll für die Anschaffung eines Holzbungalows. Bis zum 8. April wird die Jugend auf Basis der Hinweise und in Abstimmung mit dem Ortsbeirat nun ein Konzept erarbeiten und einreichen zur Nutzung des Klubs. "Wir müssen ja nachweisen, dass sich der Aufwand lohnt, und dass wir Verantwortung übernehmen", sagt Tony Kutzner beim Treffen mit Ortsvorsteherin Gerlinde Födisch und deren Stellvertreter Jörg Puder. "Es kommt eine neue Jugend nach. Das ist ja die Idee, warum wir für eine neue Bleibe nochmal anpacken wollen", fügt er an.

Gerlinde Födisch nickt. In dem Ortsteil leben derzeit 245 Einwohner, darunter 31 im Alter von null bis 16 Jahren. Im jetzigen Jugendclub trifft sich regelmäßig ein fester Kern von zehn jungen Leuten bis 30 Jahre. Der separiert sich nicht, sondern integriert sich, veranstaltet inzwischen sogar für die Jüngsten ein Kinder- Maibaum-Aufstellen.

Das Gelände rund um ihr jetziges Domizil und den Jugendclub halten sie in Ordnung. "Da steckt viel Arbeit drin. Viele Briesniger Eltern haben damals mitgeholfen, mit vielen Arbeitsstunden und diverser materieller und finanzieller Unterstützung. Dafür möchten wir ausdrücklich noch einmal Danke sagen", betont Steven Zech. "Und uns auch bei der Stadt für die hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken und beim Ortsbeirat für die Unterstützung bei der Kommunikation mit der Stadt", fügt Tony Kutzner an.

"Das ist richtig gut geworden", lobt Gerlinde Födisch den inzwischen etablierten Jugendtreff und das Miteinander. "Darauf setzt die Jugend auch diesmal wieder", weiß Jörg Puder und ist sich sicher, dass das klappt.

Die Jugend hat ihren Stand im Dorf. Das beruht auf Gegenseitigkeit