Wenn der Bau nicht abzuwenden sei, “dann wollen wir wenigstens vor Ort etwas davon haben.„

Fünf Windkraftanlagen sollen im kommenden Jahr nahe Briesnig gebaut werden. Eine Vattenfall-Tochtergesellschaft plant bei Briesnig die Errichtung von Windrädern mit einer Nabenhöhe von mehr als 100 Metern und einer Leistung von zwei bis drei Megawatt.

Die Briesniger fühlen sich durch die neuen Beeinträchtigungen ihres Lebensumfeldes besonders benachteiligt. Födisch: “Erst die Belastung durch den Tagebaurand und dann auch noch die Windräder. Da ist irgendwann das Maß voll.„ Deshalb sei es sinnvoll, wenn mit Geld die Wogen etwas geglättet werden könnten. Die Idee der Briesniger: Was an Gewerbesteuer fällig wird, soll direkt in eine Stiftung fließen, deren Geld ausschließlich für Projekte im betroffenen Ort zur Verfügung stehen soll. Für die Umsetzung der Idee laufen nach Angaben Födischs bereits Gespräche mit den Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung. Die Ortsvorsteherin sagt: “Alle Fraktionen haben unser Anliegen verstanden. Wir finden dort offene Ohren.„ Auch mit dem Forster Nachbarortsteil Bohrau liefen derzeit Gespräche, informiert Födisch.

Wenn Windanlagen in Briesnig gebaut werden, wollen die Einwohner auch bei der Gestaltung mitreden, macht Födisch klar. Das sei das Recht der von den Baumaßnahmen betroffenen Gemeinden.