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| 19:05 Uhr

Verwaltungsspitze im Landratsamt Spree-Neiße neu besetzt
Breite Zustimmung für Altekrügers Vorschläge

 Michael Koch (SPD).
Michael Koch (SPD). FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Spree-Neiße. Der Kreistag Spree-Neiße wählt Olaf Lalk wieder als Beigeordneten. Neu in der Verwaltungsspitze des Landratsamtes ist Schulrat Michael Koch. Von Katrin Kunipatz

Der erste Stellvertreter des Landrats hat für die nächsten acht Jahre ein CDU-Parteibuch in der Tasche. Jedoch genießt Olaf Lalk das Vertrauen fast aller Kreistagsabgeordneten. Mit 43 Ja-Stimmen wurde er am Mittwoch im Kreistag zum ersten Beigeordneten im Landkreis Spree-Neiße gewählt. Fünf Kreistagsabgeordnete lehnten Lalk ab.

Seit 2002 leitet der jetzt 57-jährige Lalk das Dezernat für Planung, Bau und Landwirtschaft. Er war bereits unter SPD-Landrat Dieter Friese erster Beigeordneter. Seit dem Amtsantritt Harald Altekrügers wechselte er in die Position des zweiten Beigeordneten. Altekrüger lobte bei der Vorstellung des Kandidaten seine fachliche und persönliche Eignung und betonte: „Olaf Lalk genießt mein vollumfängliches Vertrauen.“ In der Verwaltung und im Kreistag gilt der Gubener Lalk als fachlich kompetenter und überparteilich agierender Verwaltungsfachmann.

 Olaf Lalk (CDU) bekommt Blumen von seinem Chef, Landrat Harald Altekrüger (CDU).   Foto:  Landkreis Spree-Neiße
Olaf Lalk (CDU) bekommt Blumen von seinem Chef, Landrat Harald Altekrüger (CDU). Foto:  Landkreis Spree-Neiße FOTO: Landkreis Spree-Neiße / Silvia Friese

Zum zweiten Beigeordneten ist Michael Koch gewählt worden. Er erhielt 39 Ja-Stimmen. Acht Kreistagsabgeordnete stimmten gegen ihn, einer enthielt sich der Stimme. Der 57-Jährige übernimmt das Dezernat für Soziales, Bildung und Kultur und folgt damit auf Hermann Kostrewa, der es bis zum Ende seiner regulären Amtszeit am 8. Februar leitete. Genau wie Kostrewa ist Koch SPD-Mitglied. Seine politischen Aktivitäten beschränkten sich auf die Mitarbeit im Ortsbeirat Casel.

Fachlich bringt Koch viel Erfahrung mit. Der ausgebildete Lehrer arbeitet seit 27 Jahren beim Staatlichen Schulamt in Cottbus. „Als Oberschulrat ist er für 29 Schulen und 400 Beschäftigte im Süden Brandenburgs verantwortlich“, erläutert Altekrüger bei der Vorstellung seines Kandidaten. Weiterhin zeichne sich Koch für die Entwicklung der sorbisch-wenischen Sprachen sowie die Verstetigung des Witaj-Projektes an den Schulen verantwortlich. Michael Koch nannte als Motivation für den Wechsel in die Kreisverwaltung den Wunsch, seine Kraft und Kompetenz für die Lausitz einzubringen. Sie sei für ihn seit 1984 zur Heimat geworden. Ursprünglich stammt Koch aus Kühlungsborn. Sein Studium hat er in Rostock absolviert.

 Hermann Kostrewa (SPD)
Hermann Kostrewa (SPD) FOTO: LR / Jürgen Scholz

Seit Mittwoch steht ebenfalls fest, dass es einen dritten Beigeordneten geben wird. Mehrheitlich stimmten die Kreistagsabgeordneten dem geänderten Stellenplan zu. Fünf waren dagegen, zwei enthielten sich. Schon zum 1. Juni soll die Position besetzt sein. Zum Aufgabenbereich des dritten Beigeordneten gehört die Leitung des neuen eingerichteten Dezernats IV sowie die Werkleitung des Eigenbetriebs Jobcenter. Bewerber sind auf gefordert sich bis zum 5. April zu melden. Noch vor der Kommunalwahl Ende Mai soll der Kreistag über den Vorschlag des Landrats abstimmen. Die Mehrkosten für die Stelle des neuen Beigeordneten und 2,5 weitere Vollzeitstellen seien in diesem Jahr gedeckt, so Andreas Schober, Fachbereichsleiter der Personalverwaltung. In den folgenden Jahren sei mit einem Mehrbedarf von 202 000 Euro für die Stellen zu rechnen.