Der Landkreis Spree-Neiße hat nach eigenen Angaben die nächste Phase des Ausbaus der Region mit schnellem Internet gestartet. Dabei gibt es für die verschiedenen Regionen insgesamt sechs Lose, die mit Ausschreibungen an Interessenten vergeben werden. Für Guben wurde laut Verwaltung Mitte Dezember vom Bund der endgültige Finanzierungsbescheid bestätigt. Derzeit ist der Kreis laut Finanzdezernent Carsten Billing dabei, die Komplementärfinanzierung durch das Land sicherzustellen. „Wenn wir diese haben, werden wir als Landkreis auch den Vertragsabschluss vornehmen“, so Billing.

Für die fünf weiteren Lose, die europaweit ausgeschrieben worden sind, ist vor wenigen Tagen die Frist für die Angebotsabgabe verstrichen. In der letzten Kreistagssitzung vor der Sommerpause sollen die Abgeordneten über die Vergabe entscheiden, danach will der Landkreis die entsprechenden Verträge abschließen. Damit ist laut Billing ein Baubeginn im Frühjahr 2021 möglich. Insgesamt ist das Programm bis 2024 ausgelegt.

Der SPD-Kreistagsabgeordnete Ulrich Freese zeigte sich im jüngsten Wirtschaftsausschuss unzufrieden mit dem Zeitplan. „Was mich freut ist, dass wir reichlich Angebote haben. Was mich wundert, dass wir jetzt sechs Monate brauchen, obwohl das ein wichtiges Thema für die Regionalentwicklung ist“, sagte er. „Ich glaube, das geht auch schneller.“

Je länger es dauere, desto komplizierter werde es, Firmen zu bekommen, die noch Auftragsvolumina haben. „Und es wird für die Region nicht vorteilhaft sein, wenn ich an die Ansiedlung von Unternehmen und die digitale Infrastruktur in den Gewerbe- und Industrieparks denke“, so Freese. „Wir sollten ein bisschen schneller aus dem Quark kommen.“