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| 02:38 Uhr

Braune Spree vom Branitzer Park fernhalten

Thomas Bergner.
Thomas Bergner. FOTO: privat
Cottbus. Die Stadt Cottbus trifft Vorkehrungen, um Eisenocker aus dem Spreewasser vom Grabensystem im Branitzer Park und Tierpark fernzuhalten. Die braune Fracht könnte während der geplanten Sanierungsarbeiten an der Staumauer des Spremberger Stausees die Wasserqualität der Spree auch in Cottbus vorübergehend beeinträchtigen. Ulrike Elsner

"Wir gehen davon aus, dass ein solcher Fall nicht eintritt", sagt Thomas Bergner vom städtischen Umweltamt. "Sollte dennoch Wasser mit einem Eisenemissionswert von vier Milligramm pro Liter die Talsperre verlassen, werden wir unterhalb des Kiekebuscher Wehrs Wasser aus dem öffentlichen Kanalnetz in das Grabensystem Richtung Branitz einleiten." Dadurch könnte eine Eintrübung verhindert werden.

Am 1. August muss alles bereit sein. Dann beginnt die Sanierung der Staumauer, in der Risse und Hohlräume entdeckt worden waren. Die Schäden machen es derzeit unmöglich, das Staubecken vollständig zu befüllen.

Für die viermonatige Bauzeit muss der Wasserstand, derzeit bei 90,63 Metern über Normalnull, auf 89 Meter abgesenkt werden. Durch die so erhöhte Fließgeschwindigkeit könnte die Talsperre ihre Funktion als Absetzbecken für Eisenocker nicht mehr voll erfüllen.