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| 02:35 Uhr

BQS Döbern soll Betreuung von Flüchtlingen in Forst übernehmen

Spree-Neiße. Die Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft (BQS) Döbern soll in Forst auch die sozialpädagogische Betreuung von Flüchtlingen übernehmen. Für die Übergangsunterkunft in der Mühlenstraße würden eineinhalb Stellen für die Betreuung benötigt, sagte Sozialdezernent Hermann Kostrewa auf Nachfrage. Steffi Ludwig

Die BQS verfüge bereits über Erfahrungen im sozialen Bereich, und in Guben und Spremberg seien auch freie Träger in die Flüchtlingsbetreuung eingebunden, so Kostrewa. Allerdings fehle für die soziale Betreuung durch die BQS momentan die rechtliche Grundlage, weshalb nun der Gesellschaftervertrag der BQS geändert und das Thema Asyl eingefügt werden soll. Ein entsprechender Beschlussvorschlag wurde im jüngsten Kreisausschuss eingebracht und mehrheitlich bestätigt. Kritik kam von Monika Schulz-Höpfner (CDU), die nachfragte, warum nicht andere Träger im karitativen Bereich dafür ins Auge gefasst würden. Hermann Kostrewa verwies daraufhin auf die guten Erfahrungen mit der BQS, die auch die Möbelbörse betreibt, da sie bereits bei der Wohnungsausstattung für die Flüchtlinge geholfen habe. Derzeitige Gesellschafter der BQS sind mit 60 Prozent der Landkreis Spree-Neiße, mit 36 Prozent das Amt Döbern-Land und zu vier Prozent die Evanglische Kirchengemeinde Döbern.

Das Thema steht auch im Sozialausschuss am morgigen Dienstag um 17.30 Uhr im Forster Kreishaus auf der Tagesordnung und soll im Kreistag am 10. Februar entschieden werden.