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Bombe wird Mittwoch entschärft

FOTO: Stadt Forst
Forst. Die am Donnerstag auf einem Forster Privatgrundstück gefundene 100 Kilogramm schwere russische Fliegerbombe soll am Mittwoch entschärft werden. Darüber informiert die Stadtverwaltung Forst. Insgesamt 2000 Menschen müssen dafür evakuiert werden. pm/sha

Die großflächige Evakuierung der Anwohner, Gäste, Beschäftigten, Kunden, Passanten aus dem nun definierten Sperrgebiet (siehe Karte) diene vor allem der Sicherheit, informiert Stadtsprecherin Susanne Joel in der offiziellen Pressemitteilung der Stadt von Samstagabend. Zuvor hatten sich rund 30 Vertreter verschiedener Behörden und Organisationen in einer dreistündigen Sitzung des Verwaltungsstabes der Stadt Forst über die notwendigen Maßnahmen verständigt. Am Mittwoch bis 10 Uhr müssen die rund 2000 Betroffenen den Sperrkreis verlassen haben. Eine Rückkehr ist noch für den gleichen Tag vorgesehen, heißt es.

Falls keine Verwandten, Freunde oder Bekannten außerhalb des Sperrkreises aufgesucht werden können, stehen die Turnhallen der Oberschule in der Bahnhofstraße und die der Grundschule Mitte in der Max-Fritz-Hammer-Straße als Ausweichquartiere zur Verfügung. Geöffnet sind sie am Mittwoch ab 8 Uhr. Dort befinden sich auch Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes zur Betreuung und Versorgung.

Ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 03562 989289 wird bereits heute, ab 9 Uhr, im Rathaus bereitstehen. Falls Betroffene Hilfe beim Verlassen des Gefahrenbereiches benötigen, bietet die Stadt Unterstützung an, informiert Susanne Joel. Auch dazu kann man sich an das Bürgertelefon wenden. Die Nummer ist täglich bis 18 Uhr besetzt.

Betroffene, die auf die Hilfe karitativer Einrichtungen oder von Ärzten angewiesen sind, beispielsweise für das Verabreichen von Spritzen, die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen, die Versorgung über Essen auf Rädern, sollten die entsprechenden Einrichtungen rechtzeitig über die veränderte Situation verständigen. Auch wer regelmäßig Medikamenten einnimmt, sollte sich damit bevorraten - für einen Bedarf von mindestens 14 Stunden. Das gleiche Zeitfenster gelte auch für Windeln, wenn zur Familie Babys und Kleinstkinder gehören.

Das Evangelische Seniorenzentrum "Friedenshaus" in der Magnusstraße 6 wird vollständig evakuiert, informiert die Stadt. Die Kindertagesstätte "Friedrich Fröbel" in der Blumenstraße 11 bis 13 bleibt aufgrund der Bombenentschärfung am Mittwoch geschlossen. Das Katholische Kinderhaus "Arche" in der Elisabethstraße 7 schließt ebenfalls vorsorglich an diesem Tag. "Die Lausitzklinik wird nicht evakuiert", betont Joel. Hier erfolge in Abstimmung mit der Krankenhausleitung eine interne Verlegung von Patienten in sichere Bereiche des Krankenhauses.

Über den weiteren Stand der Vorbereitungen soll heute, um 17.30 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz informiert werden. Auf der Internetseite der Stadt erfolgen ebenfalls regelmäßige Informationen über den aktuellen Stand.

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