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| 17:07 Uhr

Ausstellung
Blütenbilder mit duftenden Wildkräutern

Die Künstlerin  Angela Straßberger demonstriert Familie Handreck ihren Bilderaufbau mit Farn.
Die Künstlerin Angela Straßberger demonstriert Familie Handreck ihren Bilderaufbau mit Farn. FOTO: Margit Jahn
Forst. Angela Straßberger feiert ihre dritte Ausstellung im Rosengarten. Ihre Werke sollen die Menschen zum Lächeln bringen.

„Ich würde am liebsten alle verschenken“ - diesen Satz hört man öfter aus dem Mund der lebenslustigen und vor Inspiration sprudelnden Blütenfee Angela Straßberger, die seit 12 Jahren Blütenbilder kreiert. Gemeint sind ihre vielen großen und kleinen Lieblinge, ihre liebevoll zusammengestellten und arrangierten Blütenbilder, die die Menschen anlächeln. Meist mit langen Mähnen, die aus Wiesenplatterbse, Cosmea, Mädchenauge, Geißbart, Rittersporn, Waldrebe, Osterglocke, Gänseblümchen, und man könnte fast alles aufzählen, liebevoll mit Pinzette und Kleber auf Karton mit Leinenstruktur arrangiert werden. Dieser Karton sei griffiger und passe einfach gut zu den kleinen bunten Models. Einzig roten Mohn und Hortensien verarbeite die Künstlerin nicht, denn „diese werden braun“ auf den Bildern.

Am Sonntagvormittag hat die in Rabenau wohnende Angela Straßberger gemeinsam mit Parkmanager Stefan Palm eine Führung durch den Rosengarten gemacht. Voller Ehrfurcht sagt er vor den Bildern: „Ich bin erstaunt, was man mit Wildkräutern gestalten kann.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 11.Juni im Rosengarten zu sehen.

Auf ihre Kunstform ist Angela Straßberger während eines Krankenhausaufenthalts gekommen. Ein kaltes und steriles Bild habe damals an der Wand gehangen und sie dachte sich: „Wenn mich jemand anlächeln würde, würde es mir besser gehen“ . Und so entstand die Idee mit den Blütenbildern, die durch die Pressung auf das Papier recht lange ihre Farbe und  ihren Duftn behalten. Der Bärwurz ist beispielsweise so ein duftender Vertreter. „Blumen sind die Liebesgedanken der Natur“ steht als Spruch inmitten der Bilder. Zu Hause hat die Künstlerin fünf Blütenpressen und 150 Mappen - nicht leicht dabei die Übersicht zu bewahren. Ihr Motto ist: „Auf dem Tisch kann es turbulent sein, aber im Schrank muss Ordnung sein“.  Je nach Beschaffenheit und Stärke der Pflanze dauert der Trockenprozess drei bis 14 Tage. Für ein 50 mal 70 großes Bild benötigt sie einen Tag zum Kleben. Verwendet wird Bastelkleber mit Latex gemischt. Ihre Bilder kommen immer wieder gut an.

(mjn)