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Bilder einer jungen Forsterin im Komfor

Menschen an verlassenen Orten – hier der See in Jethe – hat Lovis-Marie Trummer in Szene gesetzt.
Menschen an verlassenen Orten – hier der See in Jethe – hat Lovis-Marie Trummer in Szene gesetzt. FOTO: Lovis-Marie Trummer
Forst. Eine Ausstellung, die im Februar schon in Berlin zu sehen war, kommt nach Forst. Ab heute sind die großformatigen Fotografien von einzelnen Menschen an irgendwie verlassenen Orten im Kompetenzzentrum Forst zu sehen. kkz

"Lost Aliens" - verlorene fremde Wesen - hat Lovis-Marie Trummer ihre Ausstellung überschrieben. Die 26-jährige Modefotografin lebt seit einigen Jahren in Berlin und kam für dieses Projekt im Sommer 2016 in ihre Heimatstadt Forst zurück.

Eindrucksvoll ist das Foto einer jungen Frau im vom Wind gebauschten Kleid, die vor dem geschlossenen "Blue Inn" steht. Andere Aufnahmen wirken durch den Kontrast zwischen der minimalistischen Kleidung und der chaotischen Natur. Die Fotografin verstärkt die verzerrende Wirkung zusätzlich durch die gewählte Perspektive. So fremd die Bilder auch wirken, erkennt der Ortskundige doch verlassene Fabriken und geschlossene Geschäfte in der Stadt Forst oder auch den See in Jethe.

Eröffnet wird die Ausstellung im Kompetenzzentrum Forst im Zusammenhang mit dem Herbstkonzert heute um 19.30 Uhr. Unter der Überschrift "Ein bunter Strauß beliebter Melodien" musizieren die Sopranistin Irina Epinger, Cyrus Mahbub auf der Violine und Ilya Dikariev an Akkordeon und Bajan dar. Die Fotografin Lovis-Marie Trummer ist zur Eröffnung ebenfalls anwesend.