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| 02:36 Uhr

Bestehende Gesetze durchsetzen

Leserbrief. Ingrid Ebert aus Forst schreibt zu den Konzepten und Gerichtsverfahren wegen eines Alkoholverbots in der Forster Innenstadt: Ich bin in einer kleinen Straße groß geworden, in der es drei Gaststätten gab. Ich weiß, wie unangenehm es ist, wenn in Hauseingänge oder auf Gehwegen uriniert wird.

Ich weiß, wie unangenehm es ist, von Betrunkenen belästigt zu werden. Und ich wohne heute neben einem Getränkemarkt, ich weiß also, um was es in der Diskussion geht.

Dennoch bin ich gegen ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Wie lässt sich ein solches Verbot begründen? Wenn Radtouristen den Weg in die Innenstadt gefunden haben und an der Promenade rasten, ein kühles Bier an heißen Tagen trinken, wer will ihnen das verbieten? Wenn es jungen Leuten besser gefällt, und es ist ja auch wesentlich preiswerter, in gemütlicher Runde unter freiem Himmel ein alkoholisches Getränk zu sich zu nehmen, wer will ihnen das verbieten? Und warum nicht einen Glühwein in der Innenstadt trinken, wenn Weihnachtsmarkt ist?

Man sollte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Meiner Meinung nach wäre es besser, bestehende Gesetze eben auch durchzusetzen, immer dort, wo die öffentliche Ordnung gestört wird. Ob es mir nun gefällt oder nicht, wenn jemand mit der Bierflasche in der Hand durch die Gegend läuft, es ist sein gutes Recht. Wir sollten uns unsere Rechte nicht beschneiden.