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Besorgte Hundebesitzer vermuten ausgelegte Giftköder in Forst

Forst. Entsetzt meldete sich gestern Simone Woick bei der RUNDSCHAU: Ihre Hündin Lotte hatte am Freitag in der Nähe des Dänischen Bettenlagers irgendetwas gefressen, das ihr nicht bekommen ist. "Zu Hause hat sie sich übergeben, am Samstag ist sie umgefallen", so Simone Woick. Steffi Ludwig

Gestern sei die Forsterin bei ihrer Tierärztin in Polen gewesen, die feststellte, dass bei der Hündin unter anderem Leber und Niere durch Gift angegriffen sind. Lotte, ein Schäferhund-Berner-Sennenhund-Mix, habe eine Infusion mit Spritze bekommen und müsse nun über Ostern weiterbehandelt werden. Simone Woick hat beim Tierarzt eine weitere Forsterin getroffen, deren Hund am Kegeldamm ebenfalls offenbar Gift gefressen und ähnliche Beschwerden hat.

Beim Ordnungsamt der Stadt und beim Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße sind bisher keine Meldungen zu dem Thema eingegangen. "Bewusstes Auslegen von Ködern mit Gift ist jedoch Töten ohne vernünftigen Grund und somit ein Straftatbestand", sagt Amtstierarzt Dr. Dietmar Vogt. Er sei gerne bereit, den Fall mit zu verfolgen. Betroffene könnten sich bei ihm oder im Ordnungsamt melden. Bei der Pressestelle der Polizei waren am gestrigen Nachmittag keine detaillierten Informationen über eventuelle Anzeigen mehr zu erhalten.