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Bekenntnis zum Kohle-Erinnerungsort

Mit dem Infosauger können Informationen zu orten abgerufen werden, die dem Kohleabbau weichen mussten.
Mit dem Infosauger können Informationen zu orten abgerufen werden, die dem Kohleabbau weichen mussten. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Das Archiv in dem Forster Ortsteil Horno soll nicht mehr nur befristet weiterbetrieben werden. Dafür votierten die Mitglieder des Werksausschusses für den Eigenbetrieb Kultur, Tourismus, Marketing Rosenstadt Forst am Montag einstimmig. Steffi Ludwig

Nun müssen die Stadtverordneten am Freitag entscheiden.

Das Archiv, das im Jahr 2006 geschaffen wurde und 136 abgebaggerte Orte der Region anschaulich aufzeigt, wird durch die Stiftung Horno betrieben, die an die Stadt Forst gebunden ist. Bisher habe es jedoch nur zeitlich befristete Verträge zur Betreibung des Archivs gegeben, erläuterte Verwaltungsvorstand Sven Zuber im Ausschuss. Der nächste läuft zum Dezember aus. Dies wolle man nun ändern und das Archiv ab 2018 in den Regelbetrieb der Stadt Forst übernehmen. Das bedeute auch die Entfristung des Vertrages mit der Mitarbeiterin des Archivs, Dörthe Stein, sagte Zuber auf eine Nachfrage des CDU-Abgeordneten Jan Gebauer.

Der Zuschuss der Domowina sei in den vergangenen Jahren zwar rückläufig gewesen, eine weitere Kofinanzierung sei jedoch nicht Grundlage der Weiterführung des Archivs. Die jährlichen Kosten belaufen sich bei der Stadt auf 42 900 Euro.

Das Archiv verschwundener Orte soll weiter am jetzigen Standort in Horno bleiben, bevor es ins Brandenburgische Textilmuseum nach dessen Umbau umzieht.