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| 18:14 Uhr

Rosenfreunde unterwegs
Beim einzigen Rosenkorso dabei

Probeweise wurde der Umzugswagen in Forst montiert. Hans-Rainer Engwicht ist Vorsitzender des Fördervereins Ostdeutscher Rosengarten.
Probeweise wurde der Umzugswagen in Forst montiert. Hans-Rainer Engwicht ist Vorsitzender des Fördervereins Ostdeutscher Rosengarten. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Initiiert vom Förderverein, präsentieren sich der Rosengarten und die Stadt Forst in Steinfurth. Von Katrin Kunipatz

Der Ostdeutsche Rosengarten wird mit einem eigenen Umzugswagen am Steinfurther Rosenkorso teilnehmen. Steinfurth gilt als ältestes Rosendorf Deutschlands. Alle zwei Jahre findet dort ein Rosenkorso statt. Dann rollen Wagen, geschmückt mit unzähligen Rosenblüten in den verschiedensten Farben, durch den Ortsteil von Bad Nauheim in Hessen. Gefeiert wird in diesem Jahr das Jubiläum „150 Jahre Steinfurther Rosenanbau“.

Geboren wurde die Idee der Exkursion nach Steinfurth im Dezember vergangenen Jahres bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Ostdeutscher Rosengarten. Jedes Jahr besuchen einige der rund 50 Mitglieder des Vereins einen Ort, der mit der Rose, dem Rosenanbau oder der Rosenzucht in Verbindung steht. Wie Vereinsvorsitzender Rainer Engwicht berichtet, gab es schon Besuche bei Cordes-Rosen in Schleswig-Holstein oder Noack-Rosen in Nordrhein-Westfalen. Bisher beschränkten sich die Forster bei den Exkursionen auf Fachgespräche und eine Besichtigung der Betriebe.

Und doch ist die Präsentation im Rahmen eines Umzugs nicht ganz neu für den Förderverein. 2015, zur 750-Jahrfeier der Stadt Forst, gestaltete der Verein auch einen Wagen für den Rosengarten. Nun kommt das über fünf Meter lange Gefährt wieder zum Einsatz. Seit Monaten wird an den Aufbauten und der Dekoration getüftelt. Vier großformatige Bilder zeigen Motive des Rosengartens. Darunter sind auch der Kaskadenbrunnen, den der Förderverein anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Rosengartens wieder aufbauen ließ, und der Wasserturm als Wahrzeichen der Stadt Forst.

Lutz Gebhardt von der gleichnamigen Werbefirma hat die Fotos auf Folien gedruckt und damit Aluplatten beklebt, die bei Alufor hergestellt wurden. Diana Sonntag brachte den floristischen Sachverstand ein. Hans-Rainer Engwicht erklärt die Idee: „Vier schlanke Rosenpyramiden markieren die Ecken des Umzugswagens, und niedrigere Rosen in Töpfen lassen die Fotomotive lebendig wirken.“ Auch die ehemalige Rosenkönigin Romy Ruff, Parkmanager Stefan Palm, Volksbank-Geschäftsführer Frank Baer und Burkhard Ulrich haben sich eingebracht, so Engwicht.

Steht noch bevor: der Transport des Hängers ins rund 600 Kilometer entfernte Steinfurth und die Dekoration vor Ort. Noch am Wochenende werden die mühevoll angeschraubten Platten und Pergolen demontiert und sorgfältig verpackt. Am Montag soll der Wagen auf den Transportanhänger verladen werden. Am Freitag startet die Tour. Einen Tag rechnet Hans-Rainer Engwicht fürs Dekorieren des Umzugswagens. „Es ist abgesprochen, dass wir die benötigten Rosen vor Ort selbst ernten können“, so der Vereinsvorsitzende. Das Dekorieren überlasse er allein den Floristen.

Richtig ernst wird es für die 18-köpfige Delegation aus der Rosenstadt Forst am Sonntag,15. Juli. 14 Uhr startet der Rosenkorso in Steinfurth. Da niemand auf dem Wagen mitfahren darf, sei geplant, dass Rosenkönigin Stephanie II., ihre Vorgängerin Jessica I., Romy Ruff und vielleicht auch die ehemalige Blumenfee Corina Krause nebenher laufen, so Engwicht. Schon am Montag geht es wieder zurück nach Forst. Aufwand und Planung für diesen Beitrag beim Rosenkorso seien enorm. „Es war mehr Arbeit als erwartet“, gibt der 68-Jährige zu. Aber sein Anliegen und das der Vereinsmitglieder ist es, etwas für den Rosengarten und die Ausstrahlung der Stadt zu tun.