ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:13 Uhr

Sport am Wasserturm
Begeisterter Volleyballsport zu Füßen des Forster Wasserturmes

Im Schatten des Wasserturms haben 450 Volleyball-Begeisterte gezeigt, was sie können. Der Spaß aber steht bei den Volleympics im Vordergrund.
Im Schatten des Wasserturms haben 450 Volleyball-Begeisterte gezeigt, was sie können. Der Spaß aber steht bei den Volleympics im Vordergrund. FOTO: Margit Jahn
Rund 450 Sportfreunde lassen den Ball über die Netze im Stadion springen. Von Margit Jahn

Forst „Willst du mit mir zum Ball gehen?“– keine höfliche Anfrage für eine Begleitung zum Tanzball, sondern der abenteuerliche Name einer jener Mannschaft die am zwölften Volleyballturnier, den „Volleympics“, am Wochenende im Forster Stadion teilgenommen haben. Niclas Gäbler und Paul Priemel gehören ihr an. Niclas, der an diesem Turnier das erste Mal teilgenommen hat, sagt: „Die Organisation ist sehr gut, es gibt bei der Wärme viele Möglichkeiten der Erfrischung und überall bekommt man Hilfe.“ Paul, zum dritten Mal dabei, ergänzt: „Fair Play wird groß geschrieben. Das so viele Menschen an einem Ort zum Volleyballspiel zusammenkommen, ist gut“. Die Verpflegung findet er auch gut. Beide junge Männer haben schon drei Spiele hinter sich, ein Gruppenspiel liegt noch vor ihnen. „Wenn wir das gewinnen sind wir weiter.“ Im Moment ruhen sich die beiden im Schatten aus.

Dass viele junge Menschen an diesem Tag Spaß haben, und sich sportlich unter Gleichgesinnten austoben können, haben sie Alina Gäbler und Anne Willsch zu verdanken. Die beiden organisieren seit einigen Jahren dieses große sportliche Event, welches immer mehr Sportbegeisterte aus dem Umkreis, aber auch über die Landesgrenzen hinaus anzieht. Im zweifachem Sinne gibt es am Sonnabend Grund zum feiern. Alina hat am Sonnabend Geburtstag und sagt dazu: „Wenn jetzt noch alles gut läuft, dann ist das mein Geburtstagsgeschenk.“

57 Mannschaften mit rund 450 Teilnehmern haben die beiden auf ihren Listen stehen. Die Teilnehmer kommen aus Forst und Umgebung, aber auch aus Berlin und von der Ostsee. Steffen Justus reiste eigens aus dem Saarland an, über eine Studienkollegin hatte er von diesem Event erfahren und wurde am Freitag spontan liebevoll gleich zum Stadionsprecher verpflichtet. Auch er ist von der Organisation auf dem Platz begeistert. Auf dem oberen Platz des Stadions stehen überall verteilt kleine Zelte von den auswärtigen Schlafgästen. Im großen Versorgungszelt werden zu schmalen Preisen Hot Dogs, Steaks und Wurst verkauft, aber auch eine große Salatbar angeboten. Fünf Euro musste für das Nachtpokalspiel berappt werden, zehn Euro für das Hauptturnier.

Neu in diesem Jahr sind die neuen Spielmarkierungsbänder, die in jeweils bunten Farben ein Spielfeld umrahmen. So können die Spieler ihr Feld besser wahrnehmen. Mit weißer Kreide steht der Titel des Turniers riesengroß auf dem Rasen.

Noch während das Spiel so richtig in Fahrt ist, hat Alina schon neue Ideen für nächstes Jahr im Kopf. Dies soll aber noch eine Überraschung bleiben, verraten hat sie nur, das es dann um Nebenaktivitäten auf dem Platz gehen könnte. Oberstes Gebot der Volleympics ist das „Grenzenlose Fairplay“.

Drei Leistungsklassen gab es beim Spiel im Angebot: Amateur, Semi-Pro und Profi. Die Schiedsrichter stellen die jeweiligen Gruppen selbst. Ausgebildete Sanitäter stehen aus Liebe zum Sport den Organisatoren zur Seite und unterstützen somit den Ablauf. Mit vereinzelt auftretenden Zecken haben sie auch gleich gut zu tun.

Der Hauptveranstalter ist der SV Malxe ’83 Noßdorf, in dem auch Anne Willsch selbst spielt. „Ohne diese Hilfe wäre es gar nicht stemmbar. Wir ändern auch nicht viel. Wer einmal hier war, liebt es und kommt immer wieder“, sagt Alina. Kurios sind die Namen der einzelnen Gruppen: „Die Pinatas“ , „Wie heißen wir eigentlich?“, „Die Aufschläger“ oder „Mein persönlicher Favorit“ steht in den Tabellen. Yasmin Wichmann, die auch im Orga-Team arbeitet, sagt auf die Frage, was sie sich von den Spielen wünscht: „Hauptsache, man hat 450 Leute glücklich gemacht.“