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| 17:09 Uhr

50 Volleyballmannschaften im Forster Stadion aktiv
Baggern im Stadion ausdrücklich erlaubt

 Fast 50 Mannschaften traten bei den Volleympics in Forst an.
Fast 50 Mannschaften traten bei den Volleympics in Forst an. FOTO: Thoralf Haß
Forst. Schon in den nächsten Wochen wird voraussichtlich mit der Organistaion der Vollympics im kommenden Jahr begonnen.

Gepritscht, gebaggert und geschmettert wurde am Wochenende bei den 13. Volleympics im Forster Stadion. Der SV Malxe 93 hatte  Volleyball-Freizeitmannschaften zu einer der größten Breitensportveranstaltungen in Ostdeutschland eingeladen. Rund 350 Teilnehmer bildeten fast 50 Mannschaften. „Im Vergleich zu den Vorjahren ist das eine etwas geringere Beteiligung, was auch auf den zeitigen Ferienbeginn zurückzuführen ist“, sagt Lisa Naparty, in deren Händen erstmals die Leitung der  Organisation der Veranstaltung lag.

Neben sechs Pro-Mannschaften, die als Sportverein aktiv am regelmäßigen Wettkampfbetrieb teilnehmen, gingen auch 16 semi-professionelle Mannschaften an den Start. Das größte Teilnehmerfeld bildeten jedoch jene 28 Teams, die aus Spaß an der Freude spielen und sich extra für die Volleympics zusammengefunden haben. Die Spieler kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, meist sind es Absolventen des Forster Gymnasiums, die auswärts studieren, schon jahrelang am Forster Turnier teilnehmen und immer wieder gerne in ihre alte Heimat zurückkommen. So waren in den Meldelisten Spieler aus Erfurt, Halle oder Frankfurt am Main zu finden. Und wer kann, bringt Bekannte aus der neuen Heimat zum Turnier mit. Als kleine Erinnerung gibt es für jeden Teilnehmer ein T-Shirt.

Trotz sommerlichen Temperaturen herrschte auf den zwölf Spielfeldern ständig reges Treiben. Wer nicht gerade spielte, suchte sich unter den hohen Bäumen ein schattiges Plätzchen. Gespielt wurde in Gruppen nach dem Modus Jeder gegen Jeden über zwei Sätze. Mittels eines Punktesystems wurden die Finalisten ermittelt. In jeder Mannschaft müssen zudem mindestens zwei  Mädchen mitspielen. Kreativ waren die Mannschaften bei der Namensfindung für ihre Teams und nahmen sich dabei nicht ganz so ernst. „Die Gummibierchen-Bande“, „Blockwürstchen“ oder „Buchsenpiraten“ sind nur einige Beispiele.

Begonnen hatten die Volleympics am Freitag mit dem Nachtpokal. Bis spät in die Nacht spielten unter der besonderen Flutlichtatmosphäre sieben Frauen- und zwölf Männerteams. Den Sieg bei den Mädchen holte sich „Pink Fluffy Unicorn“ vor „Einfach hoch das Ding“ und „Pritsch Perfect“. Bei den Jungs siegten „WIR“ vor „Lauchkörper 2.0“ und „MC Olé“. Das Hauptturnier am Samstag und Sonntag gewannen „Team Laube“ (Kategorie Fun), „Kapitän Blaubär und seine Crew“ (Kategorie Semi-Pro) und „HC Olé“ (Kategorie Pro).

Um den Mannschaften beste Wettkampf- und Rahmenbedingungen bieten zu können, kümmerte sich ein rund 50-köpfiges Team um die Spieler. So wurden belegte Brötchen zum Frühstück vorbereitet, Sandwiches und Hotdogs gab es tagsüber im Verpflegungszelt, ebenso Getränke und Gegrilltes. Gymnasiasten der Klassenstufe 11 organisierten die Salat-Bar mit frischem Obst und Gemüse für die Sportler. Von auswärts angereiste Teilnehmer konnten oberhalb der großen Freitreppe ihre Zelte aufschlagen und die sanitären Anlagen und Duschmöglichkeiten in der Stadionbaracke nutzen. Mit an Bord waren auch wieder lokale und überregionale Sponsoren, die Pokale und Ehrenpreise bereitstellten. Einige von ihnen unterstützen die Veranstaltung schon seit Jahren.

Die Vorbereitungen begannen für Lisa Naparty und ihre Mitstreiter bereits im November mit regelmäßigen Treffen im  zwei- bis vierwöchigen Rhythmus. Für die 21-jährige Gymnasial-Lehramtsstudentin war die Organisation nicht immer einfach, da sie in Halle studiert und Vieles von dort aus planen musste. „Ich wünsche mir einen Co-Koordinator hier vor Ort, das würde eine Menge erleichtern!“ Mit ihrer Premiere als Organisationschefin ist sie zufrieden: „Es war ein erfolgreiches Turnier, es gab keinen Ärger, keine Verletzten und die Teams haben sich untereinander gut verstanden und hatten Spaß.“

Um die Organisation einer Neuauflage der Volleympics kommt Lisa Naparty vermutlich nicht mehr herum. „Mein Helferteam hat mir am Samstagmorgen ein kleines Präsent überreicht mit der Bitte, auch im nächsten Jahr weiterzumachen. Nein zu sagen, fällt da natürlich schwer“, freut sie sich über die Anerkennung für ihre Arbeit. Es werde in den nächsten Wochen mit dem Organisationsteam eine Beratung geben – gut möglich, dass dann schon die Vorbereitungen für die 14. Volleympics beginnen, damit auch im kommenden Jahr wieder gepritscht, gebaggert und geschmettert werden kann.