Bundespolizisten hatten am Mittwochmorgen versucht, auf der Autobahn bei Forst einen Kleintransporter zu kontrollieren. Doch statt abzubremsen, gab der Transporterfahrer plötzlich Gas und versuchte das vor ihm fahrende Polizeiauto zu rammen. Das teilte die Bundespolizeidirektion Berlin mit. Durch Beschleunigen konnten die Polizisten jedoch einen Zusammenstoß verhindern.

Der unter Drogen stehende polnische Fahrer des in Berlin gestohlenen Transporters verlor kurz darauf die Gewalt über sein Fahrzeug, fuhr über eine abgesenkte Leitplanke und überschlug sich in der Luft. Der 30-Jährige wurde dabei nur leicht verletzt, nach kurzer Flucht zu Fuß festgenommen und der Landespolizei der Direktion Süd in Cottbus übergeben. Er sollte voraussichtlich noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Festgenommene ist nach Polizeiangaben kein unbeschriebenes Blatt. Gegen ihn wurde bereits wegen Diebstahls, gefährlicher Körperverletzung und versuchtem Totschlag ermittelt.

Der Zwischenfall ist nicht der erste Versuch von Autoschiebern auf der Autobahn bei Forst eine Polizeikontrolle brutal zu durchbrechen. Im Juli 2014 rammten Autodiebe auf der Flucht professionell zwei Polizeifahrzeuge von der Autobahn. Ein Polizeiwagen überschlug sich, der andere kam nach mehreren Drehungen auf dem Grünstreifen zum Stehen. Die beiden Täter werden gefasst und ein Jahr später verurteilt.

Im Mai 2015 rammte ein anderer Autoschieber in der Nähe bei Roggosen ein Polizeifahrzeug .