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| 02:45 Uhr

Autobahnbombe konnte bisher nicht gesprengt werden

Nichts geht mehr: Die Autobahn zwischen Forst und Roggosen ist seit Freitagmittag wegen eines Bombenfunds komplett dicht.
Nichts geht mehr: Die Autobahn zwischen Forst und Roggosen ist seit Freitagmittag wegen eines Bombenfunds komplett dicht. FOTO: Tino Schulz
Forst. Unter der Autobahn A15 zwischen Forst und Roggosen liegt weiterhin eine Bombe. Zwei Sprengversuche waren in der Nacht zu Sonnabend gescheitert. Die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst waren mit ihrem Roboter nicht dicht genug an die Bombe rangekommen. Peggy Kompalla, Daniel Steiger

Bauarbeiter waren am Freitag beim Verlegen einer Gasleitung unter der Autobahn auf einen metallischen Gegenstand gestoßen. Die Bombe soll in drei bis fünf Metern Tiefe und mittig der Fahrbahn liegen.

Am Montag soll nun eine Spezialfirma die Fahrbahn öffnen. Die Experten müssen dabei extrem vorsichtig vorgehen, weil die Bombe angebohrt wurde und auch durch die beiden Sprengversuche in der Nacht beschädigt sein könnte. Die Sprengmeister Uwe Zierdt und Mario Büchner hatten aus 200 Meter Entfernung um 22 Uhr und um 0.30 Uhr versucht, die Kriegshinterlassenschaft fernzuzünden.

Wie lange die Autobahn gesperrt sein wird, kann derzeit niemand sagen. Und auch der Schaden, der durch eine Sprengung entstehen könnte, ist völlig unklar. Thomas Mattuschka, Bauüberwacher des Landesbetriebs Straßenwesen am Sonnabend gegenüber der RUNDSCHAU: "Wir müssen auf jeden Fall von einem ordentlichen Schaden ausgehen. Wie groß der sein könnte, ist aber schwer vorherzusagen. - Wir müssen aber damit rechnen, dass die Autobahn nach einer solchen Sprengung nicht innerhalb einer Woche repariert ist. -" Die A15 ist eine wichtige Ost-West-Verbindung. Der Verkehr wird derzeit großräumig an der Fundstelle vorbei über die L49 abgeleitet. Damit rollt in den nächsten Wochen auch der ganze Schwerlastverkehr durch Kathlow, Groß Jamno und Teile von Forst.

Bombenfunde auf deutschen Autobahnen sind keine Seltenheit. So explodierte beispielsweise vor zehn Jahren auf der A3 bei Aschaffenburg ein Fünf-Zentner-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, als ein Straßenbauarbeiter mit einer Fräsmaschine darüberfuhr. Der Mann war sofort tot, Wrackteile des Fahrzeuges wurden bis zu 500 Meter weit geschleudert.