Der Wechsel steht fest: Silke Ullrich wird demnächst nicht mehr in Forst, sondern in Cottbus arbeiten. Die Jugendamtsleiterin aus der Spree-Neiße-Kreisverwaltung wird ab 1. Juni den Eigenbetrieb „Kommunale Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Cottbus“ leiten.
Die Entscheidung für Silke Ullrich sei „sehr klar und eindeutig“ gewesen, betonte die Cottbuser Sozialdezernentin Maren Dieckmann (SPD). Sie gehörte der Auswahlkommission an und leitet seit Jahresanfang den Eigenbetrieb übergangsweise. Insgesamt hatten sich sieben Kandidaten um die Stelle beworben.

Seit 2018 arbeitete die Jugendamts-Chefin im Forster Kreishaus

Seit 2018 leitete Silke Ullrich den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie des Landkreises Spree-Neiße. Davor war sie Chefin des Regionalverbundes Brandenburg beim Paul Gerhardt Werk. Für sie sei der Wechsel eine Rückkehr nach Hause. In Cottbus habe sie ihren ersten Job als Erzieherin ausgeübt. Später qualifizierte sie sich weiter und verfügt heute über die Abschlüsse als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und Master of Business Administration/Sozialmanagement.
Doch wie geht es mit der ab Juni vakanten Stelle im Forster Kreishaus weiter? Die Ausschreibung ist bereits erfolgt. Zu Details will sich Bildungsdezernent Michael Koch (SPD) nicht äußern. Allerdings kündigt er an, dass die Besetzung der Stelle sich noch etwas hinziehen könnte. Es könne durchaus sein, so Koch, dass die Ausschreibung wiederholt werden müsse, wenn die Bewerber die erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllten.

Landkreis Spree-Neiße will im Konsens mit Jugendhilfeausschuss entscheiden

„Wir erarbeiten derzeit eine Regelung für die Übergangszeit“, erklärt Koch. Sei eine geeignete Kandidatin oder ein Kandidat gefunden, werde sich diese oder dieser im nichtöffentlichen Teil dem Jugendhilfeausschuss vorstellen. Der Ausschuss hat in dieser Personalangelegenheit ein Anhörungsrecht. Ziel der Verwaltung sei es, so Koch, eine Entscheidung im Konsens mit dem Ausschuss zu treffen.
In der Vergangenheit, darauf wies Hermann Kostrewa (SPD) in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses hin, seien Mitglieder des Gremiums in die Bewerbungsgespräche bei derartigen Personalentscheidungen einbezogen worden. Eine derartige Zusage wollte Koch dem Ausschuss nicht geben. Er wolle sich das aber noch einmal durch den Kopf gehen lassen, kündigte er an.