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Auge in Auge mit Wildtieren

Während die Seelöwen auf der Galapagosinsel Floreana dösen, kann Klaus Lange nah herangehen, während seine Frau fotografiert.
Während die Seelöwen auf der Galapagosinsel Floreana dösen, kann Klaus Lange nah herangehen, während seine Frau fotografiert. FOTO: Heidi Lange
Forst. Wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sind ab 16. Januar im Kreishaus Forst zu sehen. Der Hobbyfotograf Klaus Lange hat für die Schau Aufnahmen ausgewählt, die er bei Reisen nach Afrika und Südamerika selbst gemacht hat. Katrin Kunipatz

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Auge in Auge mit einem Berggorilla - Klaus Lange hat es im vergangenen Jahr erlebt. Gemeinsam mit seiner Frau kam der 73-Jährige den Menschaffen in Afrika so nahe, dass er die Tiere streicheln konnte. "Es war ein beeindruckendes Erlebnis", sagt der Hobbyfotograf. Dafür nahm er die dreistündige Bergwanderung hinauf zu den Gorillas gern auf sich.

Überhaupt dreht sich im Leben des Seniors aus Turnow bei Peitz viel um die Tierfotografie. "Ich fotografiere die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum", sagt Klaus Lange. Zu Hause in der Lausitz fotografiert er die Vögel am Futterhaus, Rehe und Greifvögel. Seine absoluten Lieblingstiere aber sind Katzen.

Die gemeinsamen Urlaubsreisen mit seiner Frau plant er so, dass immer auch interessante Touren zu den Wildtieren möglich sind. Oft war er schon in verschiedenen Ländern in Afrika. Höhepunkt einer Reise nach Costa Rica und Südamerika war ein Abstecher auf die Galapagosinseln. "Wo es am schönsten war, kann ich nicht sagen", so Klaus Lange. Sicher ist er sich aber, dass er nicht mehr nach Indien fahren möchte. Zu gewaltig seien dort die Gegensätze zwischen Schönheit und Dreck, Reichtum und Armut.

Die Gefahren, in die er sich als Tierfotograf begibt, sind dem sportlichen Turnower sehr wohl bewusst. Als er ein 30 Meter entfernt stehendes Nashorn fotografierte, stand ein Ranger mit einem Gewehr direkt neben ihm. Im Zweifelsfall hätte er geschossen, denn Nashörner sehen zwar schlecht, können aber sehr gut richten und unheimlich schnell beschleunigen. Als er eine giftige Gelbviper fotografierte, zog ihn seine Frau zurück. Bisher hat Klaus Lange - bis auf den Biss eines Affen und den Klatscher eines Seelöwen - noch keinen Schaden genommen. "Ich habe vor Hunden mehr Angst als vor Wildtieren", gesteht er.

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Seine Begeisterung für das Hobby ist so groß, dass er einem Tag am Strand den Besuch im Tierreservat vorzieht. Die 8,5 Kilogramm schwere Fotoausrüstung ist deshalb bei allen Ausflügen immer dabei. Elefanten, seltene Spitzmaulnashörner, Löwen und Robben hat er schon fotografiert. Selbst Aufnahmen des Dikdik sind ihm gelungen. Die afrikanische Zwergantilope ist scheu und wird nicht größer als ein Hase. Von einem Urlaub bringt er oft 2000 Fotos mit nach Hause. Entsprechend schwerfällt deshalb die Auswahl. Und so bekam er bei der Zusammenstellung für die aktuelle Ausstellung im Kreishaus Hilfe von den Freunden des Peitzer Fotoclubs.

Trotzdem Klaus Lange seit vielen Jahren unterwegs ist zu den Wildtieren überall auf der Erde, hat er noch nicht alle vor der Linse gehabt. "Eisbären möchte ich noch fotografieren", sagt er. Die Planung für eine Reise nach Alaska oder Grönland hat schon begonnen, ob sie in diesem Jahr Wirklichkeit wird, ist noch nicht klar. Denn auch Chile und Malaysia stehen noch auf der Wunschliste.

Eröffnet wird die Fotoausstellung im Landratsamt am Montag, 16. Januar, 16 Uhr im Kreishaus Forst. Einführende Worte werden Landrat Harald Altekrüger und Klaus Lange sprechen.