Einer der Besucher der neuen Ausstellung „Fotografische Erinnerungen zwischen 1989 und 1991“ war Gerhard Reinfeld (CDU), der im Jahre 1990 bei den ersten freien Kommunal-Wahlen nach der politischen Wende zum Forster Bürgermeister gewählt wurde. Bei der Vernissage im Brandenburgischen Textilmuseum gab es für ihn zahlreiche Begegnungen mit dem eigenen Porträt auf Pressefotos. Die Menschen hätten sich in der Zeit der untergehenden DDR friedlich verhalten, würdigte er im Rückblick auf jene Zeit. „Damit haben sie eine große demokratische Reife bewiesen“. (aha)

Die Volksbank Spree-Neiße e.G. unterstützt Vereine und Einrichtungen der Region, aber auch erfolgreiche Einzelsportler. Eine davon ist die Judo-Welt- und Europameisterin Madlen Oesterreich, die seit 1993 mit dem Judosport beim KSC Asahi Spremberg verbunden Am Donnerstag wurde ein Sponsoringvertrag für das Jahr 2019 unterzeichnet. Auch wenn Madlen Oesterreich nicht mehr an  Europa- und Weltmeisterschaft teilnehmen wird, gibt es trotzdem genug zu tun. ,,Ich sage bewusst nicht nie mehr, aber vorerst richte ich mein Augenmerk auf die vorbereitenden Wettkämpfe  für die Bundesliga jetzt im März und den Deutschen Meisterschaften im April.“ Im Juli wird sie als Trainerin für die Deutsche Frauenmannschaft fungieren. Für die WM in Marrakesch steht der Termin noch nicht fest. Dazu kommt die Funktion als Bundesliga-Teamchefin. Dienstags und freitags steht das Judo-Training mit den Kindern U 7 und U 9 auf dem Programm. Im Februar 2019 will sie ihren Master of Arts für Schulmanagement in der Tasche haben. Derzeit ist die ,,Weltmeisterin zum Anfassen“ als Sportlehrerin an der Kollerberggrundschule beschäftigt. (dbo)

Spende für ein Lächeln in schweren Zeiten: Der Kulturverein Manitu hat vor einigen Tagen wieder die Spenden aus der Manitu-Silvesterparty an die Clownsprechstunde im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum (CTK) übergeben. Wie Jana Pfitzmann vom Kulturverein mitteilt, sind diesmal 825 Euro zusammengekommen. Das CTK und die Clowns hätten sich recht herzlich für die Spende bedankt, so die Forster. Denn jährlich werden etwa 30 000 Euro zur Finanzierung dieses besonderen Angebotes im Carl-Thiem-Klinikum benötigt. Dafür werden ausschließlich Spenden verwendet. Es ermöglicht den kranken Kindern auf der Cottbuser Kinderstation und ihren Eltern eine Pause von ihren Sorgen. Der Forster Kulturverein Manitu ruft inzwischen seit 2009 jährlich bei Silvesterparty in der Erlebnisgaststätte „Manitu“ zur Aktion „Spende statt Böller“ für die Clownsprechstunde auf. (slu)

Der RUNDSCHAU-Bericht über den Spremberger Rüdiger Bayer, der sich mit der Familie von Hagen befasst, hat auch bei Paul Wernitz aus Tschernitz Erinnerungen wach werden lassen. Auch er versuchte, mehr über die Familie zu erfahren. „Mir ging es dabei weniger um Curt von Hagen und seine Tätigkeit als Kolonialbeamter sondern um dessen Vater“, erzählt er. Mehrmals fuhr er mit dem Fahrrad durch das jetzt russische Ostpreußen und so auch durch Königsberg. Er beschäftigte sich mit Immanuel Kant und wohl im  Dom erfuhr er, dass Kant mit dem Großvater von Heinrich von Hagen lose befreundet war. „Dieser Großvater war ein bekannter Hofapotheker und zeitweilig auch Lehrer der später sehr beliebten Königin Luise“, auf deren Spuren Wernitz über die Kurische Nehrung bis nach Tilsit unterwegs war. „Der Großvater befand sich noch nicht im Adelsstand. Die Apotheke befand sich einst in der Junkerstraße 6, sozusagen im Schatten des Schlosses.“ Die Apotheke wurde 1913 abgerissen. (red/js)

Guter Handwerkernachwuchs ist dünn gesät. Das musste auch Gevatter Tod, der Erfinder der Death Comedy am vergangenen Samstag im Forster Hof während der Vorpremiere seines dritten Programms „Zeitlos“ feststellen. Seiner rosarot gewandeten, etwas schussligen Praktikantin Exitussi entglitt die aufblasbare, blattgoldüberzogene Sense und fiel von der Bühne. Zuschauer Karsten Schönfeld aus der ersten Reihe reichte das wichtigste Handwerkszeug des Sensenmannes galant wieder hinauf und kassierte Szenenapplaus. Das Requisit konnte wie Bücher und CDs anschließend erworben werden. „Wir haben heute drei Sensen verkauft“, berichtete Uwe Berger von der Buchhandlung Berger. (aha)

Wir konnten keinen Kontakt herstellen“, musste Ordnungsamtsleiter Uwe Schulz am Donnerstag den Mitgliedern des Umweltausschusses mitteilen. Vermisst wurde: der Bürgermeister. Fred Mahro (CDU) hatte einen Sachstandbericht zum Strukturwandel angekündigt, allerdings hatte sich spontan auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Guben angekündigt. Immerhin: Um Strukturwandel ging es in diesem Gespräch wohl auch.

Stolze 60 Jahre ist das Ehepaar Sachweh aus Guben mittlerweile verheiratet. Anlass genug für den Bürgermeister, persönlich den beiden Ausdauernden seine Glückwünsche am vergangenen Montag zu überbringen. Auch die LR schließt sich natürlich an und schickt Glückwünsche nachträglich in die Otto-Thiele-Straße. (dsf)