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| 01:05 Uhr

Asylbewerberheim bleibt in Forst

Forst.. Zieht das Asylbewerberheim von Forst nach Groß Schacksdorf um„ Dieses Gerücht macht seit kurzem im Landkreis die Runde. Offensichtlich ist es nichts weiter als ein Gerücht. Hannelore Grogorick


Silvia Friese von der Pressestelle des Spree-Neiße-Kreises: „So etwas ist hier niemandem bekannt. Unser Sozialamt konnte die Frage gar nicht begreifen. Liegt es an der Hitze, dass irgendwer auf diese Idee kam““
Auch Ottmar Halla von der Betreiberfima, der A & O Handels-, Dienstleistungs- und Vertriebsgesellschaft mbH Asylbewerberunterkunft, war sehr verwundert: „Das wäre mir neu. Im Gegenteil, es sind doch alle sehr froh, dass sich das Heim in Forst befindet.“
Dann kommt Halla aber eine Erleuchtung: Vielleicht stammt das Gerücht aus den Anfangsjahren der Asylunterkunft im Kreis. Vor etwa sieben Jahren sei wirklich Groß Schacksdorf im Gespräch gewesen. Das Offiziers- und das Unteroffiziersheim dort seien erst Anfang der 90er-Jahre neu gemacht worden und wären für die Unterbringung der Asylbewerber bestens geeignet.
Das Sozialamt habe aber dazumal schon zu Bedenken gegeben, dass die Fahrerei nach Forst unzumutbar und nicht finanzierbar sei. Die Asylbewerber müssten ja regelmäßig in die Kreisstadt, so zur Ausländerbehörde und zum Sozialamt.
Erst kürzlich, so Ottmar Halla, habe er den Betreiber-Vertrag für das Heim mit Standort Forst um weitere Jahre verlängert.
Gegenwärtig sind im Forster Heim etwa 250 Asylbewerber angemeldet, von denen rund 100 immer da sind. „Hier ist ein ständiges Kommen und Gehen“ , sagt Ottmar Halla. Die Bewohner gehören etwa 20 verschiedenen Nationalitäten an. Mit der Verständigung gebe es selten Probleme, zumeist könnte man sich in Englisch unterhalten. Ottmar Halla spricht Russich und Englisch, sein Bruder Andreas Französisch. Außerdem seien drei der fünf Sozialpädagogen im Heim junge Leute, die ihr Diplom noch nicht allzu lange in der Tasche hätten. Sie seien auch sprachlich bestens ausgebildet.