Insgesamt waren im Landkreis im Oktober 6195 Personen arbeitslos gemeldet. Dies bedeute gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um 94 Personen. Ebenfalls leicht gesunken ist die Zahl der durch das Jobcenter Spree-Neiße betreuten Bedarfsgemeinschaften und Leistungsbezieher. So waren im September noch 7022 Bedarfsgemeinschaften registriert, im Oktober nur 6988. Die Zahl der Leistungsbezieher ging um 89 auf 11 619 zurück.

Für die einzelnen Geschäftsstellen gliedert Ute Weichert, Geschäftsstellenleiterin der Arbeitsagentur in Forst, Guben und Spremberg, die Zahlen auf:

Forst habe mit 13,3 Prozent noch immer die höchste Arbeitslosenquote im Landkreis. Das bedeute 84 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat, wobei hier laut Ute Weichert auffällig sei, dass sich diese Zahl aus 139 Personen mehr aus dem Bereich SGB II, also Hartz-IV, ergibt und 55 weniger Arbeitslosengeld-I-Empfängern. "Die Entwicklung ist nach unserer Auffassung darauf zurückzuführen, dass die öffentliche Beschäftigung in den letzten Jahren rückläufig war", so Bianca Köcher-Böning, Leiterin Zentrale Dienste/Controlling des Jobcenters. Mit dem Auslaufen der Bundesprojekte Kommunalkombi (Ende 2012) und Bürgerarbeit (zum Jahresende 2014) endeten zusätzliche längerfristige Beschäftigungsmöglichkeiten als Übergangslösungen und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt.

In Guben ist die Arbeitslosenquote mit 12,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Laut Ute Weichert seien das 24 Arbeitslose weniger als im September und 30 mehr als vor einem Jahr.

In Spremberg ist die Oktoberquote um 0,4 Prozentpunkte oder 63 Arbeitslose auf 10,1 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es fünf Arbeitslose mehr. Der Anteil an Hartz-IV-Empfängern daran ist in beiden Städten geringer als in Forst.