Im Zusammenhang mit der voraussichtlichen Einstufung Döberns als Nahbereichszentrum betonte Friese, dass die Stadt mit Einrichtungen gestärkt werden müsse. Dazu gehöre ein dauerhaft gesicherter Grundschulstandort, der mittelfristig - in zwei bis fünf Jahren - in Döbern konzentriert werden müsse. Dies liefe auf die Schließung der Grundschulen Wadelsdorf und Groß Schacksdorf hinaus.
Vor der Tür habe sich mittlerweile mit der evangelischen Grundschule Groß Kölzig eine weitere Grundschule etabliert, räumte Amtsdirektor Werner Guckenberger ein. Man wolle den Umzug der Grundschule aus Friedrichshain nach Döbern forcieren und 2006 abschließen.
Doch Friese ging noch einen Schritt weiter und stellte unterm Strich die langfristige Existenz der Oberschule Döbern in Frage. Spätestens 2015 werde man das „demografische Echo“ zu spüren bekommen, meinte Friese. Was nichts anders heißt, dass Kinder, die in den vergangenen 15 Jahren nicht geboren wurden, in den nächsten Jahren auch nicht mit neuen Kindern die Nachwuchszahlen auf dem heutigen Stand halten können. Während Guckenberger zwar zustimmte, dass es Abstimmungsbedarf mit Forst und Spremberg wegen der Oberschulstandorte gebe, ging Friese einen Schritt weiter: Für eine gute Bildung in der Sekundarstufe I (Klassen 7 bis 10) sei mindestens eine Dreizügigkeit (drei Klassen pro Jahrgang) notwendig. So seien nur zwei Oberschulstandorte haltbar,: Die sieht Friese in Forst und Spremberg. (js)