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Ansichten von Lubsko und Sommerfeld

Forst.. Die Aufnahmen kamen von Deutschen und Polen. Gestern wurde die Fotoausstellung über das alte und neue Lubsko im Bürgeramt des Forster Rathauses eröffnet. Foto: Jürgen Scholz

Die alten Fotodokumente wurden von Sommerfeldern zur Verfügung gestellt, zum Gemeinschaftswerk wurde die Ausstellung auch durch polnische Beiträge, hob Gotthard Juhr hervor, der der Gruppe Sommerfelder Heimatfreunde angehört. Juhr war Schnittstelle für die Fotogra fien und Textbeiträge aus Deutschland, zeigte sich aber auch beeindruckt von der Zuarbeit aus Lubsko, die es zu sichern gelte.
Die jetzt eröffnete Ausstellung ist eine Art Fortsetzung einer Sammlung, die bereits vor vier Jahren im Rahmen der Lubksoer Tage präsentiert wurde.
Der Forster Bürgermeister Gerhard Reinfeld erinnerte bei der Eröffnung, an der auch die Bürgermeister aus Lubsko und Brody teilnahmen, an die jahrhundertelange gemeinsame Geschichte der Region. An diese Geschichte sich zu erinnern, sei eine Voraussetzung zum Aufbau einer gemeinsamen Zukunft. In der Gegenwart seien Forst wie auch Lubsko und Brody mit gleichen Problemen konfrontiert, so Reinfeld, der auf beiden Seiten Arbeitslosigkeit und Wegzug dazu zählte. „Wir müssen gemeinsam für die Zukunft arbeiten.“
Gotthard Juhr verwies auf zahlreiche Dokumente, die mittlerweile zu bedeutenden Sommerfeldern und Lubskoern vorliegen. Er regte an, dass man gemeinsam eine Dokumentation über bedeutende Persönlichkeiten der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert erstellen solle, die die deutsche und später die polnische Stadt maßgeblich geprägt haben. „Dieses Denkmal sollten wir ihnen gemeinsam stellen“ , so der 74-Jährige, der jetzt in Cottbus lebt. (js)