ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:27 Uhr

Döbern-Land
Amtsdirektor Thema beim Kreistag

Döbern-Land. Quander fordert Landrat auf, die Situation zu klären. Lösung ist neue Ausschreibung. Von Katrin Kunipatz

Die zum zweiten Mal gescheiterte Wahl eines neuen Amtsdirektors für Döbern-Land (RUNDSCHAU berichtete am 10. Oktober) nahm Günter Quander bei der Einwohnerfragestunde im Kreistag zum Anlass, um den Landrat zu fragen, wie lange er diese Situation noch tolerieren wolle. Quander wohnt in Simmersdorf und war bis vor zwei Jahren Amtsdirektor in Döbern-Land. Nach dem Ende seiner Amtszeit wurde er nicht wiedergewählt. Quander führte vor den Kreistagsabgeordneten aus, dass die vorliegende Situation die Arbeitsfähigkeit der Amtsverwaltung gefährde. Dies schade dem Amt und seinen Gemeinden vor allem bei der Lösung von Zukunftsaufgaben und beeinträchtige die landesweite öffentliche Wahrnehmung des Amtes Döbern-Land, notiert er in einem Leserbrief.

Landrat Harald Altekrüger verwies im Kreistag auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunalaufsicht und Amt. Hinsichtlich der juristischen Beurteilung der Situation verwies er an Susanne Riedel. Die Fachbereichsleiterin Recht beim Landkreis umriss die Situation. Demnach sei zweimal eine Wahl durchgeführt worden, wie es die Kommunalaufsicht gefordert hat. Darüberhinaus habe der Landrat keine rechtlichen Möglichkeiten, etwas zu unternehmen.

Auch Egbert Piosik, Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Amtsausschusses, meldet sich nach der Kreistagssitzung zu Wort. Er sei mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. Aber in beiden Wahlgängen habe es Gründe gegeben, den Kandidaten nicht zu wählen. Im Februar war der aus seiner Sicht fachlich geeignetste Bewerber nicht persönlich erschienen, um sich im Ausschuss vorzustellen. Dem Bewerber im Oktober fehlte dagegen die Führungserfahrung, so Piosik. Der Amtsausschuss wird die nächste Ausschreibung auf den Weg bringen.