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| 02:35 Uhr

Amtsdirektor noch immer nicht gesucht

Döbern. Der Amtsdirektor von Döbern-Land, Günter Quander, will sich wieder bewerben, wenn sein Posten neu ausgeschrieben werden sollte. Das habe er schriftlich mitgeteilt, informierte Amtsausschussvorsitzender Egbert Piosik im jüngsten Amtsausschuss. slu/js

Allerdings gibt es immer noch keinen Beschluss, die Stelle auszuschreiben.

Der Zeitpunkt der Ausschreibung hänge derzeit von den Plänen zur Bildung einer Einheitsgemeinde ab, erklärte Piosik auf Nachfrage. Die notwendigen Grundsatzentscheidungen sind noch nicht in allen Gemeinden getroffen worden, die dem Amt Döbern-Land angehören. In den nächsten Wochen tagen noch die Gemeindevertretungen von Groß Schacksdorf-Simmersdorf, Felixsee und Tschernitz zu dem Thema. Klein Düben, Döbern, Neiße-Malxetal und Wiesengrund haben bereits der Bildung einer Einheitsgemeinde zugestimmt. Sollte eine der noch fehlenden Gemeinden keinen Beschluss zur Einheitsgemeinde fassen, werde die Ausschreibung für den Amtsdirektor im zeitweiligen Ausschuss zur Amtsdirektorenwahl am 13. Oktober aufgestellt, so Piosik. Seien sich alle über die Einheitsgemeinde einig, müsste am 13. Oktober erst einmal ein Zeitplan für das weitere Vorgehen aufgestellt werden. Sei die Einheitsgemeinde schnell, beispielsweise Anfang 2017 möglich, lohne eine Ausschreibung zum Amtsdirektor quasi nicht mehr, erklärt Piosik die Überlegungen. Würde es wesentlich später, solle die Stelle ausgeschrieben werden. Dazu müssten dann in der nächsten Amtsausschusssitzung am 24. Oktober entsprechende Beschlüsse gefasst werden.

Die reguläre Amtszeit von Quander läuft am 2. November aus. Eine Mehrheit für ihn scheint unwahrscheinlich. Das Verhältnis zwischen Amtsausschuss und Quander gilt als belastet. Die notwendige Zweidrittelmehrheit bei einem Abwahlantrag gegen ihn war an nur einer Stimme knapp gescheitert (die RUNDSCHAU berichtete). Quander könnte aber auch mit wenigen Stimmen im Amtsausschuss gewählt werden, wenn es keinen Gegenkandidaten gäbe. Bei einer Einheitsgemeinde, wie sie beispielsweise in Kolkwitz besteht, würde der Verwaltungschef hingegen in einer Direktwahl von den wahlberechtigten Einwohnern gewählt.