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| 14:25 Uhr

Bürgermeisterwahl
Zwei- bis dreifache Wahl in Forst

Weiß für den Landrat, blau für den Forster Bürgermeister, orange für den Ortsbeirat Briesnig: Wahlleiterin Angelika Hoffmann (r.) und ihre Stellvertreterin Kerstin Liebig mit den Stimmzetteln.
Weiß für den Landrat, blau für den Forster Bürgermeister, orange für den Ortsbeirat Briesnig: Wahlleiterin Angelika Hoffmann (r.) und ihre Stellvertreterin Kerstin Liebig mit den Stimmzetteln. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Am Sonntag wird über Bürgermeister, Landrat und Ortsbeirat Briesnig entschieden. Von Steffi Ludwig

Am Sonntag ist in Forst Superwahltag – vor allem für die Einwohner des Ortsteiles Briesnig. Denn sie haben neben dem Forster Bürgermeister und dem Landrat auch ihren Ortsbeirat zu wählen. Drei verschiedenfarbige Stimmzettel liegen für sie bereit: orange für den Ortsbeirat, hellblau für den  Bürgermeister und weiß für den Landrat. Für die übrigen Forster sind es die blauen und weißen Stimmzettel.

Insgesamt sind in Forst mit Stand Donnerstag 15 996 Einwohner ab 16 Jahre wahlberechtigt. Diese Zahl könne sich bis Sonntag durch Sterbefälle oder Wegzüge noch ändern, erklärt Wahlleiterin Angelika Hoffmann. Die RUNDSCHAU beantwortet die wichtigsten Fragen zur Wahl:

Ist die Briefwahl noch möglich?

Ja. Bis Freitag 11 Uhr können die Briefwahlunterlagen über die Internetseite www.forst-lausitz.de bestellt werden, die per Post bis Samstag zugestellt werden. Der Wahlbrief muss bis spätestens Sonntag 18 Uhr im Forster Rathaus, Lindenstraße (für die Bürgermeisterwahl), und im Kreishaus, Heinrich-Heine-Straße (Landratswahl), eingeworfen werden. Am Freitag können die Bürger noch bis 18 Uhr im Bürgeramt die Briefwahlunterlagen abholen.

Knapp 1600 Forster hatten bis Donnerstag bereits per Briefwahl gewählt. „Wir rechnen noch mit rund 150 Briefwählern“, so Angelika Hoffmann. Damit ist der Anteil höher als zur Bürgermeisterwahl 2015, als es 1719 Briefwähler gab, dafür aber  rund 16 600 Wahlberechtigte. Der bundesweite Trend ist auch beim Landkreis erkennbar: Laut Wahlleiter Andreas Schober sind 7600 Wahlscheine ausgegeben worden, 2010 waren es 3932.

Wie viele Kreuze kann ich setzen?

Bei der Bürgermeister- und Landratswahl jeweils eines, bei der Wahl des Briesniger Ortsvorstehers bis zu drei. Hier stehen die vier Kandidaten Diana Buchan, Steffen Jahrow, Ramona Muschack und Torsten Schilling zur Wahl. Bei der Bürgermeisterwahl sind es die fünf Kandidaten Aimo Bartel (parteilos), Helge Bayer (CDU), Thomas Engwicht (parteilos), Ingo Paeschke (Linke) und Simone Taubenek (parteilos), bei der Landratswahl Harald Altekrüger (CDU), Hermann Kostrewa (SPD), Matthias Loehr (Linke) und Steffen Kubitzki (AfD).

Wann sind die Wahllokale geöffnet?

Von 8 bis 18 Uhr. Mit 24 Wahllokalen gibt es acht weniger als 2015 – das ist laut der Wahlleiterin dem Bevölkerungsrückgang geschuldet. Im Rathaus sind zudem vier Briefwahlbezirke gebildet.

Wer zählt wann welche Stimmen?

Es gibt in Forst 170 Wahlhelfer, davon der Großteil Angestellte der Stadtverwaltung, aber auch ein Teil Bürger. Ab 15 Uhr werden laut Wahlleiterin die Unterlagen der Briefwähler geprüft. Die Stimmzettel kommen in die Wahlurne und werden wie die anderen Stimmzettel ab 18 Uhr ausgezählt. Begonnen werde mit der  Landratswahl. Diese Ergebnisse werden an den Landkreis gemeldet,  im Kreishaus werden die Briefwähler für den Landrat ausgezählt. Dann folgt das Auszählen der Bürgermeisterwahl, zuletzt wird Briesnig ausgezählt.

Wann ist wo mit den Ergebnissen zu rechnen?

Auf der Internetseite der Stadt  www.forst-lausitz.de können ab 18 Uhr die Ergebnisse der Wahlen nach Eingang der Schnellmeldungen der Wahlbezirke verfolgt werden. Dies ist auch im Neuen Rathaus, Raum 204, möglich. Die Ergebnisse der Landratswahl werden aktuell auf der Internetseite des Landkreises www.lkspn.de veröffentlicht.

Welche Mehrheiten sind notwendig?

Bei Bürgermeister und Landrat ist gewählt, wer über 50 Prozent der Stimmen sowie mindestens 15 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten erreicht. Da das in beiden Wahlen eher unwahrscheinlich erscheint, werden jeweils die zwei Kandidaten, die die meisten Stimmen auf sich vereinen konnten, am 6. Mai in die Stichwahl kommen, wo das gleiche Prozedere gilt. Wird auch hier das Quorum nicht erreicht, müssen die Parlamente entscheiden. Beim Briesniger Ortsbeirat sind die ersten drei Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt.

Der Wahlausschuss, der die endgültigen Wahlergebnisse feststellt, tagt am Dienstag, 24. April, bereits um 10 Uhr öffentlich im Rathaus und nicht um 14 Uhr, wie am Mittwoch vermeldet wurde.

Bürgermeisterwahl 4c
Bürgermeisterwahl 4c FOTO: Janetzko, Katrin / LR