| 16:37 Uhr

Am Ende stand ein neuer Rekord

Mit Lichtern an den Booten gleiten die Teilnehmer des 24-Stunden-Paddelns durch die Nacht.
Mit Lichtern an den Booten gleiten die Teilnehmer des 24-Stunden-Paddelns durch die Nacht. FOTO: Margit Jahn/mjn1
Forst. Insgesamt wurden bei diesem 24-Stunden-Paddeln 754 Kilometer gefahren. Von den 53 Teilnehmern fuhren 22 als Gäste mit. Margit Jahn / mjn1

Insgesamt gab es 117 Fahrten.

Bei etwas betrübten 17 Grad startete am Sonnabend das elfte 24-Stunden-Paddeln der Forster Wassersportvereine SG Turbine Forst, Forster Mühlgrabenkanuten sowie Wassersport Forst.

Punkt 13 Uhr startete das erste Boot von Melanie Fliege-Blossay, dicht gefolgt von Beate Schödel, die beide die Sportgemeinschaft SG Turbine Forst vertraten. Ihnen folgten gleich nach dem nächsten Startschuss Forster Mühlgraben-Kanuten. Somit waren gleich nach Beginn fünf bunte Boote auf dem Mühlgraben. Es ging gegen den Strom in Richtung Rosengarten und jede Bootsbesatzung entschied für sich, wie lange sie auf dem Wasser bleibt. Möglich war die Route bis zur Neißemühle auf der Neiße.

Ziel des 24-Stunden-Paddelns ist, dass immer mindestens ein Boot auf dem Wasser ist. Je mehr unterwegs sind, desto besser. Denn die zurückgelegten Kilometer fließen in die Gesamtwertung ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kilometer im Einerkajak oder im Doppelpack von Vater und Tochter in einem Kanu zurückgelegt wurden. Der Spaß an sportlicher Betätigung und das Genießen der schönen Landschaft, an der man vorbeikommt, steht im Mittelpunkt, so Organisator Manfred Tietze. Und so wünschte sich Melanie Blossay-Fliege für den Tag: "viele nette Gespräche und eine schöne Lampionfahrt mit geschmückten Ufern". In den vergangenen Jahren war das immer der Fall, für die Gartenbesitzer am Rande des Mühlgrabens ist das auch ein kleiner Augenschmaus, den man nur einmal im Jahr zu sehen bekommt. Und auch dieses Jahr glitten die Paddler dankbar an den Gärten und Stehen vorbei, die schön illuminiert waren.

Höhepunkt der Veranstaltung war die romantische Nacht-Lampionfahrt ab 22 Uhr. Hier standen viele Zuschauer an der Strecke, um dem lichtgeschmückten Bootskorso zuzuwinken und diesen besonders romantischen Augenblick zu genießen. Nach und während des anstrengenden Langzeitpaddelns wurde ein großes Sommerfest mit Grill und Spaßspielen organisiert. Auch das Entenrennen auf dem Mühlgraben ist traditionell fest verankerter Bestandteil des Programms.

Es gab als kleinen Höhepunkt auch zwei Fahrten mit einem Vierer. Der Oldtimer aus dem Jahr 1955 wurde eigens für das 24-Stunden-Paddeln wieder aufgebaut.

Zum Thema:
24 Mitglieder, davon 10 aktive Paddler, hat die 1952 gegründete Sportgemeinschaft Turbine, wovon das älteste Mitglied 81 Jahre alt ist, das jüngste 17 Jahre. Nicht nur zu Wasser ist dieser Verein aktiv, auch sonst gestalten sie ein buntes Vereinsleben, in welchem neben anderen auch Eierfahrten, Anpaddeln, Karfreitagstouren, Kinderpaddeln, Sommerwanderfahrten, Nikolausfahrt im Spreewald zusammen unternommen werden. Jedes zweite Jahr gibt es eine Wandertour in den Herbst. Geselligkeit werde groß geschrieben und darauf ist man stolz, wie Beate Schödel vom Verein betont. Sonntagvormittags wird auf dem Mühlgraben und der Neiße gepaddelt, oder individuell nach Bedarf. Nachwuchs von Gleichgesinnten wird auch in dieser Sparte gern erwartet. Der Verein hat seinen Sitz am Kinder-und Jugenddorf.