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| 02:37 Uhr

Ali Pyraby & Freunde versprechen ungewöhnliche Klangerlebnisse

Forst. Eine musikalisch-literarische Reise durch persische Kunst erwartet Besucher am Freitag, 9. Januar, im Kompetenzzentrum Forst. des

Dort spielen und singen Ali Pyraby & Freunde. Die für das europäische Publikum ungewöhnlichen Klänge der persischen Musik werden virtuos dargeboten von Meistern des Santur und der Tombak und versprechen somit, die Augen und Ohren der Hörer zu öffnen, sie zu faszinieren und zu verzaubern.

Die iranische klassische Musik gehört zu den ältesten Musikrichtungen der Welt. Sowohl durch ihre spannungsreichen Tonarten als auch die Moden ermöglicht diese Musik eine außergewöhnliche Darbietung. Die Verschmelzung von Santur, Tombak und Gesang ermöglicht tolle Klänge. Dass diese auf beste Weise beim Publikum ankommen, dafür sorgen Sänger Hossein Arabzadeh, Ali Pyraby auf dem Santur und Mehran Asgharzadeh mit der Tombak. Dabei ist die kelchförmige Handtrommel Tombak das wichtigste Percussioninstrument der persischen Volksmusik wie auch der klassischen persischen Musik.

Ihr Körper wurde früher meist aus massivem Maulbeerbaumholz geschnitzt. Die obere, weite Öffnung wird mit Tierhaut, meist von Kamel, Ziege oder Kalb, bespannt. Der Santur, auch als iranisches Hackbrett bezeichnet, gehört einer Instrumentenfamilie an, die von Westeuropa über den Vorderen Orient bis China verbreitet ist und mit leichten Holzschlägeln gespielt wird. Er hat die Form eines gleichschenkligen Trapezes und wird in der irakischen klassischen Musik, der persischen Musik in der indischen Kunstmusik gespielt. Der Name leitet sich vom altgriechischen Psalterium her. Die Wirbel sind an den Seiten des trapezförmigen Kastens angebracht. Für jeden Ton gibt es drei oder vier Saiten und einen einzelnen Steg. Dadurch ist es möglich, Einzeltöne für den gespielten Modus umzustimmen. Im Irak wie in Persien ist der Santur ein wichtiges Instrument in der klassischen hochvirtuosen Kunstmusik. Es handelt sich um eine kammermusikalische, sehr intime Tradition. In Indien wurde er erst im 20. Jahrhundert in die Kunstmusik Nordindiens eingeführt und stammte ursprünglich aus der persisch beeinflussten Musik Kaschmirs. Das Konzert "Persische Musik" beginnt am 9. Januar, 19.30 Uhr im Kompetenzzentrum an der Ecke Gubener Straße/Virchowstraße in Forst.