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| 14:18 Uhr

Bei Anruf Reporter
Zusätzliches Wasser für die Rinder

Für Kühe bedeutet die Hitze auch Stress wie für den Menschen.
Für Kühe bedeutet die Hitze auch Stress wie für den Menschen. FOTO: dpa / Guido Kirchner
Forst. Agrargenossenschaft Forst setzt mehr Rationen wegen Hitze und Trockenheit ein.

Eine Frage angesichts der derzeitigen Hitze hatte RUNDSCHAU-Leser Kazimierz Krupski zu den Rindern in Keune, die in der prallen Sonne auf der trockenen Wiese stehen: Warum könne man nicht wieder die Beregnungsanlagen wie zu DDR-Zeiten aufstellen und die Kühe und die Wiesen besprühen? Die Bohrungen müssten noch vorhanden sein, ist Krupski sicher. „Tiere sind doch auch Lebewesen. Da verstehe ich die Welt nicht mehr“, beschwert er sich.

Nach Auskunft von Reik Kasper von der Agrargenossenschaft Forst gebe es diese Beregnungsanlagen nicht mehr, auch die Brunnen seien versiegt. Zudem bräuchte die Agrargenossenschaft eine wasserrechtliche Genehmigung, die sie sich erst erkaufen müsste. „Grundsätzlich ist der Vorschlag gut, allerdings ist es nicht mehr so einfach wie zu DDR-Zeiten“, sagt Reik Kasper.

Die Rinder bekommen jedoch wegen der Hitze und Trockenheit mehrmals am Tag Wasser aus dem Wasserwagen und nicht nur einmal wie normalerweise. Denn die Kühe entwickelten bei der Hitze genauso einen Stress wie die Menschen. „Die Mitarbeiter fahren mehrmals täglich mit neuem Wasser raus“, so Kasper.

Zudem werde draußen zugefüttert, sodass die Tiere ausreichend zu fressen hätten. „Wir fangen auch schon an, die Tiere in die Ställe hereinzuholen. Allerdings sind die Winterquartiere noch nicht alle fertig“, berichtet er. Mehr Möglichkeiten zu handeln, habe die Agrargenossenschaft Forst jedoch bei der Hitze leider nicht.

(slu)