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Ärger mit Markierung auf B 112

Nur mit stark eingeschlagenen Rädern kann Fred Kossick nach rechts vom Grundstück fahren.
Nur mit stark eingeschlagenen Rädern kann Fred Kossick nach rechts vom Grundstück fahren. FOTO: kkz
Forst. Es mutet wie ein Schildbürgerstreich an, was Fred Kossick von der neu gebauten Spremberger Straße berichtet. Er hat seinen Handwerksbetrieb auf dem Grundstück direkt neben dem Netto-Markt. Katrin Kunipatz

Seit einigen Monaten ist dieser Teil der B 112 fertig und wird von Autos befahren.

Jedoch gestaltet sich die Ausfahrt auf die Spremberger Straße für den Handwerksmeister schwierig. Nach rechts muss er mit seinem Sprinter sehr genau zirkeln, um an der Querungsinsel vorbeizukommen. "Ich muss dafür sogar ein Stück über den Gehweg fahren", erklärt Fred Kossick. Es ärgert ihn, weil er schon in der Bauphase immer wieder den Hinweis gegeben habe, dass Lkw regelmäßig Material für seine Sanitär- und Heizungsfirma auf das Grundstück liefern. Bei einer Probefahrt stellt sich heraus, dass größere Lkw zwar aufs Grundstück kommen, aber nach rechts nicht mehr ausfahren können. Sie passen trotz stark eingeschlagener Räder nicht am Verkehrsschild auf der Querungsinsel vorbei. Bleibt also nur die Ausfahrt nach links. Diese Möglichkeit hatte man Fred Kossick zugesichert, nachdem er das Problem geschildert hatte.

Überrascht war der Handwerksmeister deshalb Ende April, als die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht wurden. "Direkt vor meiner Ausfahrt befindet sich jetzt eine Linksabbiegerspur für den Netto nebenan. Aber die Linien sind durchgezogen", berichtet er verärgert. Legal ist eine Ausfahrt nach links nicht mehr möglich. Wieder schreibt er Beschwerden. Darin hat Fred Kossick einige Übung. Während der Bauphase war das Nachbargrundstück fünf Monate lang nur über eine behelfsmäßige Zufahrt vom Netto und über sein Grundstück erreichbar, obwohl eigentlich die fußläufige Erreichbarkeit in der gesamten Bauphase versprochen war. Die Mieter der Pkw-Stellplätze bleiben weg. Den Mietausfall wollte der Forster ersetzt haben. Bekommen hat er nach mehreren Briefen nur eine Entschuldigung. Bedenklich stimmt ihn im Nachhinein, dass auch die Feuerwehr nicht zu den Grundstücken gekommen wäre.

Aber im Fall Straßenmarkierung hat er Erfolg. Anfang Mai folgte die Änderung und vier kleine Striche erlauben es jetzt, von der Linksabbiegespur aufs Grundstück und vom Grundstück über diese Spur auf die Fahrbahn zu fahren. Steffen Kleiner vom Landesbetrieb Straßenwesen bestätigte gegenüber der RUNDSCHAU, dass die Markierung geändert wurde. Auch habe man die Zufahrt geometrisch verbreitert und den Unterbau verstärkt, damit auch schwere Lkw dort fahren können. Fred Kossick ist sich dessen nicht sicher. Er hat nur beobachtet, wie die scharfe Kante am Bordstein etwas abgeschrägt wurde. Die Zukunft werde zeigen, wie praktikabel die Lösungen sind.

Eine weitere Querungshilfe befindet sich nahe der Einfahrt zur Tierarztpraxis. "Bei uns klappt alles gut", sagt Marina Hoffmann. Entsprechend ihrem Hinweis in der Planungsrunde sei die ursprünglich mittig vor der Einfahrt positionierte Insel verlegt worden. "Die Straße ist sehr schön geworden", sagt die Tierärztin.