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Abwahlantrag in Forst

Zum Antrag auf Einleitung des Abwahlverfahrens gegen den Forster Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) durch die Fraktion Die Linke schreibt Monika Schellin: "Frustriert und enttäuscht bin ich über die Art und Weise der Linken Fraktion, ausgenommen Frau Dreßler, zur plötzlichen Abwahl unseres jungen Bürgermeisters. Als Lehrerin für Politische Bildung wurde ich von Herrn Wesemann (. Monika Schellin, Forst

..) mehrfach unterstützt. Ich lernte ihn als kompetenten, wissbegierigen, höflichen und einfühlsamen Menschen kennen. Er stellte sich auch in komplizierten Alltagssituationen dem politischen Diskurs und wurde zum anerkannten Vorbild für die jungen Menschen.

Innerhalb des kommunalen Wahlkampfes war er unermüdlich um die Sorgen und Nöte der Forster Bürger bemüht. Dabei ging es ihm nicht um den Stimmenfang auf Kosten anderer Parteien.

2015 wird Philipp Wesemann mit 60,6 Prozent der Stimmen ein Hoffnungsträger für die Mehrheit der Forster Bürger.

Wo bleibt bei diesem Antrag der Linken das notwendige Demokratieverständnis?

Für mich ist dieses Vorgehen nicht nur "sozial unanständig", zitiert von Ulrich Freese, sondern einfach menschenunwürdig!

Herr Paeschke sollte sich primär fragen, inwieweit er als langjähriger Abgeordneter dem jungen Bürgermeister Unterstützung in seiner Arbeit gegeben hat.

Als 22-jährige junge Lehrerin erfuhr ich in einer 40-köpfigen Lehrerschaft diese Form von Kollegialität, heute Teamgeist, sehr vielseitig und selbstverständlich.

Lehren wir unseren Kindern nicht Achtung, Verständnis füreinander und Teamgeist untereinander?

Erfahrungen in der kommunalen Arbeit kann man erst langjährig sammeln.

Herr Wesemann wurde während seiner Krankheit fachkompetent vertreten. Den amtierenden Bürgermeistern gilt dafür großer Dank. Aber wenn Herr Wesemann kurz vor seiner Genesung "keine Perspektive für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Dienstherrn sieht", dann deutet diese Entscheidung für mich auf ein zerrüttetes Verhältnis hin.

Traurig für mich, und sicher viele seiner Wähler, dass es soweit kommen musste.

Alles Gute, Herr Wesemann!