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Konzert
Six auf letzter Runde im Manitu

Die Band Six begeisterte auf Abschiedstour im Forster Manitu Fans aus nah und fern.
Die Band Six begeisterte auf Abschiedstour im Forster Manitu Fans aus nah und fern. FOTO: Margit Jahn / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Forst. Band verabschiedet sich in der Forster Erlebnisgaststätte vom begeisterten Publikum.

Ein Abschied tut immer weh, oder wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Obwohl, es fällt schwer, sich den Abschied dieser so beliebten regionalen Band schön zu reden. Unbändige Tanzfreude, aber auch Wehmut herrschte am Freitagabend in Forst. Ein langer Autokorso vor dem Manitu ließ schon von Weitem vermuten, dass Manituchef Frank Pfitzmann wieder zu einem besonderen Abend einlud.

Die Brandenburger Gute-Laune-Band Six spielte nach 25 Jahren zum letzten Mal auf ihrer Abschiedsrunde in Forst. Die Gäste kamen aus nah und fern. Etwa Claudia Schaade aus Kremmen bei Oranienburg. Ganze zwei Stunden ist sie gefahren, um ihre Lieblingsband auf der Abschiedstour zu begleiten. Drei Jahre lang macht sie dies jetzt  schon so. „Ein Auge ist traurig, ein Auge ist freudig, weil es weiter geht“, sagte sie. „Aber in anderer Besetzung.“ Am 4. November gibt Six in  Potsdam ihr ultimativ letztes Konzert, bevor Robert Gläser und Stefan Krähe eigene Wege gehen. Sie selbst sagen ihren Fans: „Wir freuen uns auf ein geiles 2017 mit vielen schönen Konzerten. Und wir freuen uns auf die Zeit danach.“

Bevor es aber so weit ist, tanzten die Fans im proppevollen Manitu sich die Seele aus dem Leib. Überhaupt erlebt man eine solche Textsicherheit im Publikum nicht so oft. Teilweise übernahm das begeisterte Publikum ganze Strophen. Carol Giesche, mit ihrem Mann dabei, sagte: „Das Besondere an Six sind ihre Bodenständigkeit und sehr ansprechende, grundsolide deutsche Texte.“

Der erste musikalische Teil war mit eigenen Titeln gepackt, im zweiten  Teil gab es einen großen beliebten Coverteil. Mit der neuen CD im Gepäck sagte Frontman Stefan Krähe: „Kauft euch nicht eine, nicht zwei, kauft euch viele Scheiben, irgendwann steigen sie im Wert, und irgendwann wird das eure Rente.“ Das Publikum nahm die Ansage amüsiert auf, haben die meisten ohnehin alle Scheiben ihrer Lieblingsband im Schrank zu stehen. „Zeit die nie vergeht“ wird vielen Fans wohl noch lange im Ohr klingen.

(mjn)